Zimmermann on Tour

Bereits zum dritten Mal schickt Holzbau Schweiz einen Zimmermann auf die Walz. Von August bis Dezember 2017 wird ein junger Zimmermann oder eine Zimmerin in verschiedenen Betrieben arbeiten und während dieser Zeit auch Oberstufenklassen besuchen, um für den Beruf zu werben.

Andere Regionen kennenlernen, Berufs- und Lebenserfahrung sammeln – das beinhaltet die Tradition der Walz. Davon inspiriert, startete Holzbau Schweiz vor vier Jahren die Kommunikations-Offensive «Zimmermann on Tour», die bereits zwei Mal erfolgreich durchgeführt wurde. Jungen Menschen soll damit der Beruf des Zimmermanns auf zeitgemässe Art nähergebracht werden. Im Sommer 2017 startet nun die dritte Staffel. Auf der Tour durch die Schweiz soll damit einer breiten Bevölkerung gezeigt werden, was Zimmerleute können. Im Mittelpunkt des Einsatzes steht die Kommunikation – in Wort, Bild und Film.

Botschafter für den Holzbau
Als Botschafter für den Holzbau reist der «Zimmermann on Tour» für ein halbes Jahr durch die Schweiz und arbeitet dabei in verschiedenen Zimmereibetrieben. Während der Tour ist er auch Gast und Berichterstatter an Berufswahlmessen und im Kontakt mit den Oberstufenschülern in den Schulen vor Ort. Hier kann er für den Beruf werben und junge Menschen begeistern. Gemeinsam mit verschiedenen Schulklassen soll auch in diesem Jahr etwas Grosses aus Holz entstehen – getreu dem Motto «Holz macht stolz».

Holzbauunternehmen als Gastgeber
Nebst seinen Einsätzen in den Schulen und an den Berufswahlmessen ist der «Zimmermann on Tour» auch Medienbotschafter und berichtet von seinen Einsätzen in den Gastbetrieben. Holzbau Schweiz sucht wiederum verschiedene Holzbauunternehmen, die den «Zimmermann on Tour» für eine oder zwei Wochen engagieren. Als Gast- und Arbeitgeber präsentieren die Betriebe ihre aktuellen Erfolgsgeschichten und Objekte rund um den Holzbau. Ob traditionelles Handwerk, moderne Produktionsanlagen, Grossprojekte oder Spezialgebiete wie Brückenbau, Treppenbau oder Cleantech – zusammen mit dem «Zimmermann on Tour» zeigen die Unternehmen, welches Potenzial im Holzbau steckt.


Wir laden den Zimmermann on Tour zu uns in den Betrieb ein:
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Interview mit Loris, dem «Zimmermann on Tour» 2015

Interview mit «Zimmermann on Tour» Loris Niedermann

Loris, was hat Dir an Zimmermann on Tour besonders gut gefallen?
Eigentlich sind es die vielen einzelnen Momente während des halben Jahres, die das Projekt so toll machen. Was mir am meisten bleiben wird, sind die Arbeiter, die mich super aufgenommen haben. Aber auch die verschiedenen Bauprojekte wie der Buchenpavillon, die Brücke in Kriens, der Umbau einer Kapelle oder das Schloss – auch sie gehören definitiv zu meinen Highlights.

Gab es denn auch etwas, das Dir nicht so gut gefallen hat?
Durch die weiten Anfahrtswege kam ich fast jede Woche in einem Hotel unter. Die waren zwar schön, jedoch war ich dadurch oft alleine am Abend und wenig unter Leuten. Dies ist vielleicht der einzige Nachteil.

Du hast es schon angetönt: Du wurdest überall gut aufgenommen.
Ja. Zu Beginn jeder Woche wurde ich kurz dem Team vorgestellt. Ausnahmslos war ich dann innert kürzester Zeit ins Team integriert und akzeptiert. Das war sehr angenehm.

Hat es dir in einem Betrieb speziell gut gefallen?
Diese Frage ist sehr schwierig zu beantworten, denn im Grunde waren alles super Betriebe, unterschiedlich in der Art und Weise wie gearbeitet wird, aber in jeder Zimmerei herrschte ein gutes Arbeitsklima – echte Vorzeigebetriebe.

Was konntest du fachlich dazu lernen?
Fast jeder Betrieb hat seine eigenen Strategien und Schritte, eine Arbeit zu erledigen. Zusätzlich kommt hinzu, dass jedes Bauwerk etwas Spezielles war und somit auch sehr interessant. Fachlich war ich an der Brücke in Kriens am meisten gefordert. An dieser Brücke durfte ich helfen, traditionelle Verbindungen an Ort und Stelle auszubilden und auch gleich zu montieren.

Hast du auch was für dich persönlich oder über dich selbst gelernt?
Ich bin viel offener geworden und gehe nun einfacher auf fremde Menschen zu. In meiner ersten Woche war ich etwas „schüchtern“ und habe mich fast nicht getraut, etwas zu fragen oder einfach mal auch etwas über die Mitarbeiter zu erfahren.

Ein grosser Teil deiner Aufgabe war es, deine Tour auf Facebook zu dokumentieren. Ist dir das leicht gefallen?
Ich musste da etwas reinkommen, jeden Tag die besten Fotos zu dokumentieren und zu posten. Aber schon bald ging mir dies leicht von der Hand. Das Schreiben war ohnehin nie ein Problem für mich. Was anfangs aber Überwindung brauchte, war, mich selber zu präsentieren und mich öffentlich zu zeigen. Mit den Medien war das viel leichter, da das präsentieren nicht von mir übernommen wurde.

Gutes Stichwort. Wie hast du die Arbeit mit den Medien erlebt?
Anfangs hatte ich das Gefühl, die Medien könnten mühsam oder anstrengend sein, aber jeder Bericht war gut und sehr positiv gestaltet. Durch diese zwei Umstände waren die Interviews immer sehr kurzweilig und angenehm. Somit habe ich es mit den Meiden als sehr locker und angenehm empfunden.

Wie hat es dir an den Berufsmessen gefallen?
Acht Stunden Standbetreuung ist definitiv anstrengender als den ganzen Tag auf der Baustelle oder in der Hall arbeiten und ständig in Bewegung zu sein (lacht). Aber die anderen Personen an den Ständen und die interessierten Schüler haben es dennoch

Wie war es für dich, an den Schulen vor eine Klasse zu stehen und von deinem Beruf und Zimmerman on Tour zu erzählen?
Die Vorträge waren sehr intensiv, aber sehr toll. Die Schüler hörten mir während einer halben Stunde aufmerksam zu und stellten oft sehr geschickte Fragen. Dieses Interesse war sehr motivierend.

Wie geht es bei dir beruflich weiter? Hast du schon konkrete Pläne?
Ich bin nun wieder in meinem Lehrbetrieb am Arbeiten und werde in den nächsten Wochen meine eigene Baustelle koordinieren können. Vorerst ein kleines Haus und mit der Zeit dann immer etwas grössere. Im Sommer starte ich dann mit der Vorarbeiterschule.

Zu guter Letzte: Was hat Dich auf Deiner Walz am meisten beeindruckt?
Die Offenheit, mit welcher ich jeden Tag von den verschiedenen Personen empfangen wurde. Auch interessant war zu sehen, welche grosse Arbeit der Verband im Hintergrund leistet. Dessen war ich mir als „normaler“ Zimmermann nicht bewusst.

Ansprechpartner «Zimmermann on Tour»

Martin Etter
Bereichsleiter Politik, Kommunikation & Zentrale Dienste
Mitglied der Geschäftsleitung
Telefon +41 44 253 62 53
m.etter(at)holzbau-schweiz.ch

Verband Schweizer Holzbau-UnternehmungenHolz macht stolz - Das Portal der Schweizer Holzbaubranche