Ablehnung der AHV-Scheinreform

29.08.2017

Die Zentralleitung von Holzbau Schweiz empfiehlt ein Nein.

Die Reformvorlage sieht einen AHV-Ausbau vor, bei dem alle Neurentner 70 Franken pro Monat aus der AHV-Kasse erhalten.  Dabei kommen all jene in den Genuss der 70 Franken, die weder darauf angewiesen noch von der Senkung des Mindestumwandlungssatzes betroffen sind. Gegenwärtige Rentner hingegen sehen nichts vom Rentenausbau, müssen die Reform aber durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer mitfinanzieren. Am härtesten trifft es die Jungen: Sie schultern zusätzlich zum Mehrwertsteueraufschlag höhere Lohnabzüge.
Der unterfinanzierte AHV-Ausbau verschärft die strukturellen Probleme zusätzlich. Bereits im Jahr 2030 übersteigen die Kosten des Ausbaus (1,4 Mrd. Franken) sogar die Entlastung, welche die Erhöhung des Frauenrentenalters (1,2 Mrd. Franken) der AHV bringt. Damit wird auch das Opfer, das die Frauen für eine nachhaltige Sicherung der AHV erbringen, mit dem AHV-Ausbau postwendend zunichtegemacht.
Die Reform bringt der AHV trotz massiver Zusatzfinanzierung in Milliardenhöhe nur für wenige Jahre eine «Atempause» aus den roten Zahlen. Bereits 2027 beträgt der Fehlbetrag in der AHV-Kasse jährlich wieder eine Milliarde Franken. 2030 wären es schon 3 und 2035 sogar 7 Milliarden – pro Jahr. Bereits 2025 müssen deshalb neue Massnahmen greifen, um die Fehlbeträge in der AHV ab 2027 zu decken. 
Ein Nein an der Urne schafft die Voraussetzung für eine echte Reform, welche die Altersvorsorge und die Renten für alle nachhaltig sichert.

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