Die Jugendarbeits- schutzverordnung und was Sie wissen müssen

08.05.2017

Die Einführung des Schullehrplans 21 machte es nötig, das Jugendschutzalter auf neu 15 Jahre herabzusetzen. In Verbindung mit dieser Neuerung werden begleitende Massnahmen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz gefordert.

«Begleitende Massnahmen», warum das Ganze?
Mit der Einführung des Schullehrplans 21 kommt es immer häufiger vor, dass SchülerInnen bereits mit 15 Jahren (oder noch jünger) eine Lehre antreten. Damit unterlaufen Sie das bisher gültige Jugendschutzalter von 16 Jahren. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen erfolgte eine Anpassung der Verordnung 5 zum Arbeitsgesetz (ArGV5). Das Schutzalter wurde damit von 16 auf neu 15 Jahre herabgesetzt. In Verbindung mit der gesetzlichen Herabsetzung des Jugendschutzalters werden neu gleichzeitig begleitende Massnahmen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz gefordert. Die Branchenverbände sind nun am erarbeiten dieser Unterlagen deren Inhalte anschliessend von den Betrieben umgesetzt werden müssen. Nur durch diese im «Anhang 2» der Bildungspläne aufgeführten begleitenden Massnahmen ist es noch möglich, Jugendliche unter 18 Jahren für eine Lehre einzustellen, wenn während der Ausbildung sog. gefährliche Arbeiten vorkommen, was ja im Holzbau als auch in den meisten Ausbildungsberufen, der Fall ist.

Wie geht es weiter?
Holzbau Schweiz ist momentan in der Schlussphase des Erarbeitungsprozesses. Das SECO hat den Massnahmen bereits zugestimmt und als nächstes wird das Staatssekretariat für Bildung Forschung und Innovation (SBFI) den Anhang 2 genehmigen und die Kantone informieren.

Die Kantone haben danach die Aufgabe die Betriebe zu überprüfen. Dafür haben sie 2 Jahre Zeit. In der Regel wir diese Überprüfung durch eine Selbstdeklaration umgesetzt welche gleichzeitig zu einer neuen Bildungsbewilligung für die Betriebe führt.

Umsetzung in den Betrieben
Der Anhang 2 mit den begleitenden Massnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes wurde für den Zimmermann/die Zimmerin EFZ und den Holzbearbeiter/die Holzbearbeiterin EBA erarbeitet. Die Erarbeitung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Branchenlösung Holzbau Vital. Holzbaubetriebe die Holzbau Vital angeschlossen sind, haben so den kleinstmöglichen Aufwand für die Umsetzung. Die Umsetzungskontrolle wird über den elektronischen Bildungsbericht erfolgen. Im Herbst 2017 werden dazu von Holzbau Schweiz regionale Schulungen angeboten, welche im Rahmen der Einführung der 4-jähriglen Lehre bereits geplant waren. Die Kurse werden an folgenden Standorten und Daten durchgeführt:

29.9.17 Buchs (SG)

4.10.17 Herisau

23.10.17 Zollikofen

30.10.17 Interlaken oder Frutigen

9.11.17 Goldau

14.11.17 Wetzikon

17.11.17 Lenzburg.

Anmeldeformulare werden noch folgen.

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