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Mehrfamilienhaus ZH-Wiedikon

Das Mehrfamilienhaus an der Birmensdorferstrasse wurde 1938 als Teil einer Randbebauung realisiert, ist also ein typischer Vertreter der schweizerischen Moderne. Architekt Beat Kämpfen sagt: «Diese Stilrichtung setzte Elemente der internationalen Moderne ein, schwächte sie aber in Anlehnung an schweizerische Bautraditionen ab. Das Wohnhaus hat seit seiner Erstellung eine einzige, jedoch sehr unglückliche Veränderung erfahren: Die Vorgärten mit schön gestalteter Pergola sind der Verbreiterung der Strasse geopfert worden.» Sonst befand sich das Haus in originalem Zustand, als der Architekt mit seiner Analyse begann. Mauerwerk und Dach waren ungedämmt, viele Teile ersatzbedürftig. «Die Hourdis-Decken, Wohnungstüren und der Lift genügten weder den Vorschriften noch den gestiegenen Ansprüchen», so Kämpfen. «Vor allem die engen Küchen und Bäder entsprachen nicht mehr den heutigen Vorstellungen.» Die Charakteristik der Fassaden deckt sich mit der Organisation der Grundrisse, die Zimmerschicht zur Strasse bedurfte keiner Veränderungen. Kämpfen konnte durch die Vergrösserung des Grundrisses zur Hofseite hin die Zone von Küche und Bad effizienter organisieren und so die eher kleinen Wohnungen für die Bewohner praktischer gestalten. Mit dem Resultat ist Kämpfen zufrieden: «Die Wohnfläche konnte um 20 Prozent gesteigert werden. Durch den Abbruch der Hoffassade und den Ersatz mit einer elementierten Fassade in Holzbauweise wurden die Grundrisse optimiert und zugleich wurde die Wärmedämmung um ein Vielfaches verbessert.» Die Dachkonstruktion wurde aus statischen und geometrischen Gründen durch vorfabrizierte Module ersetzt. Diese neuen Bauteile erlaubten Kompromisse bei anderen Bauteilen. Beispielsweise liess sich die Strassenfassade aus denkmalpflegerischen Gründen nicht optimal dämmen. Die Fensterebene wurde darum nach aussen versetzt, sodass der architektonische Ausdruck der Fassade erhalten blieb. Die Südfassade ist dank des breiten Strassenraumes ganzjährig gut besonnt, die Zimmer sind hell und freundlich. Die Dachfläche weist hervorragende Voraussetzungen für eine aktiv-solare Energiegewinnung auf. Das südliche Dach wurde vollflächig mit thermischen Sonnenkollektoren und Fotovoltaikmodulen in einem einheitlichen Raster belegt. Der Umbau wurde 2011 mit dem Isover Energy Efficiency Award ausgezeichnet.

Bauherr

Fakten

Adresse Mehrfamilienhaus ZH-Wiedikon
Birmensdorferstrasse
Zürich-Wiedikon (ZH)
Qualitätslabel Minergie-P, 1. Preis Isover Energy Efficiency Awards
Baukategorie Mehrfamilienhaus
Bauteil Photovoltaik

Holzbaupartner

Architekt: kämpfen für architektur ag, Badenerstrasse 571, 8048 Zürich
Holzbau: Bühlmann AG, Dietikon

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