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1/2018 Sportlich

Stil.Form

Abschlag mit Perspektive

Golf zu jeder Jahreszeit, auf jedem Niveau: Das verspricht die neue Golfarena des Golfparks Holzhäusern am Zugersee. In dem zweigeschossigen Hybridbau sind erfahrene Spielerinnen und Spieler ebenso willkommen wie auch jene, die auf der Driving Range den ersten Abschlag noch vor sich haben.

Text Fahrni Partner Architekten GmbH | Fotos Marco Sieber

Die neue Golfarena im Golfpark Holzhäusern am Zugersee ist nicht das erste Projekt auf dem Gelände, das aus der Feder der Fahrni Partner Archtitekten GmbH stammt. Das Luzerner Büro realisierte bereits das Gastronomiegebäude Albero, einen dreistöckigen Hybridbau mit markanten Säulen aus bis zu 14 Meter langen Tannenstämmen. Die Golfarena wurde im September 2017 eröffnet und vervollständigt das Golferidyll am Zugersee. Seitens des Architekturbüros leitete Jonas Bachmann das Projekt gemeinsam mit Roland Stauber. Die Vorfertigung startete bei Kost Holzbau in Küsnacht im August 2016 und dauerte bis November 2016 an. Zwischen Januar und März 2017 fand die Aufrichte statt. Der Ausbau konnte Ende Juli 2017 abgeschlossen werden.

Ästhetik und Ambiente

Gleich bei der Ankunft auf dem Golfplatz wird der Besucher von dem zweigeschossigen Baukörper empfangen. Er fällt durch seine mehrschichtige Fassadenstruktur und die raumbildenden Arkaden auf. Die grosszügige und offene Eingangszone ermöglicht eine schnelle Orientierung über das Angebot der Golfarena. Auf Erdgeschossebene vereint sich auch die notwendige Infrastruktur, bestehend aus Garderoben, Unterrichts- und Trainingsräumlichkeiten. Die Administration und Verwaltung des Golfparks verfügt hier über gut belichtete Arbeits- und Besprechungsräume. Die Caddiehalle und die Parkierung der E-Cars werden durch einen dezent in Erscheinung tretenden, zurückversetzten Gebäudekörper aufgenommen.

Der Hybrid kombiniert Massiv- und Holzbau: Sockel und Erdreich sind in Massivbau ausgeführt, die Stützen und Träger, die Decken und Wände hingegen in Holzbauweise. Böden aus Sichthartbeton harmonieren im Inneren mit den Dreischichtplatten an Wand und Decke. Das Flachdach mit extensiver Begrünung ist um zwei Prozent geneigt. Für ausreichend Wärme und Energie sorgen die Gasheizung und die Photovoltaikanlage.

Entflechtung und Erschliessung

Die Wegführung zu den Abschlagplätzen und den Starts der Kurse ermöglicht direkte Verbindungen und eine Entflechtung der Turnier- und Trainingsgäste auf dem Platz sowie im Inneren. Die internen Erschliessungen sind den Besucherzahlen entsprechend grosszügig und repräsentativ ausgebildet. Der filigran, klar gegliederte Baukörper betont die horizontale Linie in der Landschaft und ist sowohl von der vorbeiführenden Strasse wie auch aus der Entfernung gut sichtbar. Die Golfarena ergänzt die Wohn- und Industriebauten entlang der Strasse und an der Kreuzung zu einer konzentrierten weilerartigen Siedlungsstruktur. Durch die Sichtverbindung, die Erschliessungsanbindung und die Ausrichtung auf den Trainingsbereich entsteht ein direkter Bezug zum gegenüberliegenden Restaurant. Die Parkierung verbleibt entlang der Strasse, woraus eine klare Trennung zur Bewegung auf dem Golfplatz resultiert. fahrniarchitekten.ch, kost.ch, pirminjung.ch

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