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Bauen und leben mit Holz – Das Fachmagazin von Holzbau Schweiz

3/2022 Zeitgemäss

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Wie lebt es sich im Lindenhof?

Die Architektin Eva Schulthess war die Erste, die mit ihrer Familie in eine der insgesamt fünf Mietwohnungen eingezogen ist. Wie lebt es sich dort? Eine Zwischenbilanz nach fünf Monaten.

Frau Schulthess, wann genau sind Sie in den Lindenhof eingezogen?
Direkt nach Fertigstellung des Baus. Unser offizieller Mietbeginn war der 1. April 2022, aber freundlicherweise durften wir bereits das letzte Märzwochenende zügeln.

Haben Sie sich inzwischen gut eingelebt?

Ja, sehr. Wir geniessen das Leben und aktuell das schöne Spätsommerwetter auf dem Land. Es stehen aber noch immer einige Kisten im Reduit, die ausgepackt werden sollten. Und wir müssen uns noch Gedanken zu einigen neuen Möbelstücken machen. Wir brauchen zum Beispiel noch eine passende Leuchte für das sehr hohe Wohnzimmer. Es wird wohl noch ein bisschen dauern, bis wir fertig eingerichtet sind.

Welche Qualitäten hat es, in einem solch speziellen Holzhaus zu wohnen?

Der Holzbau erzeugt mit seinem ausladenden Vordach und seiner Setzung mit den anderen Gebäuden und der Linde eine sehr angenehme, ländliche und wohnliche Atmosphäre – sowohl im Aussen- als auch im Innenbereich. Und wir sind erstaunt, wie kühl es im Sommer im Gebäude bleibt, trotz hoher Aussentemperaturen.

Wie haben Sie vorher gewohnt?

In einer Altbauwohnung in Amriswil. Die Wohnung hatte ebenfalls ihren ganz eigenen Charme, mit Einbauschränken, Brüstungstäfer und so weiter. In «faulen» Momenten vermissen wir die direkten Raumbeziehungen unserer alten Wohnung. Im neuen Zuhause müssen wir bei jedem Raumwechsel mindestens eine Treppe in Angriff nehmen. Aber das hält uns fit.

Haben Sie Mühe mit der eingeschränkten Privatsphäre im Lindenhof?

Nein, diesbezüglich bin ich auch nicht sehr heikel. Mir war natürlich bewusst, dass es im Lindenhof nicht viel Privatsphäre geben wird. Darauf habe ich mich eingestellt. Ein bisschen gewöhnen muss man sich an die Wohnsituation aber schon. Sobald man einen Schritt in den Aussenbereich macht, ist man Teil der Öffentlichkeit. Ich muss mich manchmal schon an der Nase packen, damit sich keine Hemmungen aufbauen.

Und wie machen Sie das?

Ich arbeite an mir. Mein erklärtes Ziel ist es, dass ich mich auch mal entspannt im Pyjama raussetzen kann. (lacht)

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