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Bauen und leben mit Holz – Das Fachmagazin von Holzbau Schweiz

3/2022 Zeitgemäss

BAU.WERK

Wie lebt es sich über den Dächern von Basel?

Mit einer Gebäudeaufstockung mitten in Basel haben sich Ines Blank und ihre sechsköpfige Familie den Traum vom urbanen Leben verwirklicht. Dank der drei neuen Dachgeschosse haben sie dort nun richtig viel Platz.

Frau Blank, mit vier kleinen Kindern (9, 9, 7 und 3 Jahre alt) würden andere Familien eher aufs Land ziehen und nicht mitten in die Stadt. Warum haben Sie sich für ein urbanes Wohn­umfeld entschieden?
Wir fühlen uns in der Stadt einfach wohl. Die Wege sind kurz, alles liegt vor der Haustür. Und der Bezug zum Stadtteil St.Johann war schon lange da. Christian, mein Mann, hatte bereits mehrere Jahre in derselben Strasse gewohnt. Am Ende war es Zufall, dass wir ausgerechnet dort ein Haus kaufen konnten.

Knapp ein Jahr, nachdem die Dach-Maisonettewohnung fertig war, sind Sie nach São Paulo in Brasilien gezogen. Man könnte meinen, es hätte Ihnen nicht gefallen.

Die Wohnung hat uns super gefallen! (lacht) Aber wie der Zufall so will, wurde Anfang 2022 an der Schweizer Schule in São Paulo eine Stelle ausgeschrieben, die perfekt zu Christian passte. Wir wollten schon immer eine Weile ins Ausland gehen. Und so entschieden wir uns, das einfach zu machen. Den perfekten Zeitpunkt gibt es schliesslich nie.

Und wann kommen Sie wieder zurück?

Der Vertrag läuft vorerst für zwei Jahre. Gut möglich, dass wir dann verlängern. Vielleicht werde ich in der Schweiz mein Innenarchitekturstudium fortsetzen, das ich unterbrechen musste. Solange wir in Brasilien wohnen, haben wir unsere Wohnung vermietet.

Welche Wohnqualität schätzen Sie an Ihrem Holzbau?

Es ist diese Wärme, die er ausstrahlt. Zudem finde ich die Optik von Holz einfach spannend. Und ich mag die angenehme, warme Haptik.

Sie und Ihr Mann Christian haben bei dem Bauprojekt kräftig mitangepackt. Welche Arbeiten haben Ihnen am meisten Spass gemacht?

Während Christian vor allem in der Bauphase sehr viel auf der Baustelle war und mitgeholfen hatte, habe ich zum Beispiel die Küche, alle Einbauschränke und die Kindermöbel geplant und am Schluss umweltfreundlich lasiert. Gebaut hat die Möbel ein Schreiner.

Jetzt wäre noch spannend zu wissen: Wie wohnen Sie zurzeit in São Paulo?

Völlig konträr zu Basel! Wir wohnen in einem grossen Einfamilienhaus aus den 1970er Jahren – mit Pool, Garten, Garage und Auto. Ohne Auto geht es hier nicht.

Und wird in Brasilien viel mit Holz gebaut?

Holzgebäude habe ich in São Paulo bislang überhaupt keine gesehen. Dort wird einfach viel Beton und Backstein verwendet.

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