Beim energetisch Sanieren von Fördergeldern profitieren


Die Vorteile von Sanierungen liegen auf der Hand: für die Hauseigentümerinnen und -eigentümer, für die Baubranche, aber auch fürs Klima. Es besteht viel Potenzial. Unterstützend wirken dabei die Förderprogramme. Potenzielle Bauherren auf die Programme hinzuweisen, kann sich durchaus lohnen. Wichtig ist eine gute Beratung – auch in Bezug auf Förderangebote wie das Gebäudeprogramm. Das Portal energiefranken.ch hilft anhand der Postleitzahl herauszufinden, welche Fördergelder für energetische Massnahmen angeboten werden.

Bildquellen: ©Fluxif (Gerry Nitsch) / Das Gebäudeprogramm

Grosser Sanierungsbedarf
In der Schweiz sind Gebäude für 40 Prozent des Energieverbrauchs und für rund einen Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich. Über eine Million Gebäude sind nicht oder kaum gedämmt und sollten in den nächsten Jahren saniert und die Heizungen durch Systeme mit erneuerbarer Energie ersetzt werden, die nicht nur klimafreundlich, sondern auch wirtschaftlich attraktiv sind. Mit dem Gebäudeprogramm wollen Bund und Kantone den Energieverbrauch im Schweizer Gebäudepark erheblich reduzieren und den CO2-Ausstoss senken. 

Energetische Sanierungen werden gefördert
Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantone fördert bauliche Massnahmen, die den CO2-Ausstoss und den Energieverbrauch von Liegenschaften deutlich vermindern. Davon profitiert auch die Baubranche. 2019 wurden 265 Millionen Franken Fördergelder ausbezahlt. Das führte zu energiebezogenen Mehrinvestitionen von 375 Millionen Franken. Diese Mehrinvestitionen bewirken positive Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte in der Schweizer Baubranche.

Kompetente Beratung als Chance
Energetische Sanierungen sind eine Chance für die Bauwirtschaft. Energieeffiziente Wohnungen stehen nicht nur aus Spar- und Komfortgründen, sondern auch wegen der Umweltthematik hoch im Kurs. Dadurch werden sie mehr und mehr zum Standard. Die Bauherrschaft ist auf eine kompetente Beratung angewiesen, auch in Bezug auf Förderangebote wie das Gebäudeprogramm.

Eine umfassende Beratung berücksichtigt sämtliche Aspekte, von der individuellen Situation der Kundschaft über bauliche Massnahmen wie die Dämmung und den Wechsel des Heizsystems bis zu möglichen Etappierungen, zur Finanzierung, zu Fördermöglichkeiten und steuerlichen Fragen.

Über das Gebäudeprogramm
Das Gebäudeprogramm ist ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Klima- und Energiepolitik. Es basiert auf Art. 34 des CO2-Gesetzes. Der Fördertopf wird gespeist aus der vom Bund erhobenen CO2-Lenkungsabgabe auf fossilen Brennstoffen sowie über kantonale Kredite.

Das Gebäudeprogramm fördert bauliche Massnahmen, die den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoss von Liegenschaften verbessern. Dazu zählen die Wärmedämmung der Gebäudehülle, der Ersatz fossiler oder elektrischer Heizungen durch Heizsysteme mit erneuerbaren Energien, der Anschluss an ein Wärmenetz sowie umfassende energetische Sanierungen und Neubauten im Minergie-P Standard und GEAK A/A. Die Kantone legen individuell fest, welche Massnahmen sie zu welchen Bedingungen fördern. Mehr Informationen zum Gebäudeprogramm unter www.dasgebäudeprogramm.ch


Ratgeber, Standards, Tools

Die richtige Massnahme zur richtigen Zeit
In sechs animierten Videos zeigt das Gebäudeprogramm anhand von realen Lebenssituationen, warum es sich lohnt, eine energetische Gebäudesanierung vorausschauend zu planen: Link

Eine energetische Sanierung planen
Mit einer guten und vorausschauenden Planung gelingen energetische Sanierungsprojekte. Auf der Seite des Gebäudeprogramms finden Sie die wichtigsten Informationen zum Vorgehen bei einer energetischen Sanierung sowie zu den wichtigsten Planungshilfen wie dem GEAK Plus oder dem Portal erneuerbarheizen.ch.

GEAK / GEAK Plus
Der GEAK Plus (Gebäudeenergieausweis der Kantone plus Empfehlungen) ist ein hilfreiches Planungsinstrument. Er zeigt den energetischen Ist-Zustand eines Gebäudes auf und umfasst bis zu drei konkrete Sanierungsvarianten, ausgehend von den Zielen und vom Budget der Bauherrschaft. Ein GEAK kann auch Fehlinvestitionen verhindern, etwa wenn eine Sanierung in mehreren Etappen über einen längeren Zeitraum durchgeführt wird. www.geak.ch

Impulsberatung «erneuerbar heizen»
Bei der Impulsberatung «erneuerbar heizen» zeigen geschulte Impulsberaterinnen und Impulsberater vor Ort auf, mit welchen erneuerbaren Energiequellen ein Gebäude sinnvoll beheizt werden kann. Die Impulsberatung wird in den meisten Kantonen kostenlos oder vergünstigt angeboten. erneuerbarheizen.ch


Minergie
Minergie ist ein Baustandard für neue und modernisierte Gebäude. Die Marke wird von der Wirtschaft, den Kantonen und dem Bund gemeinsam getragen und steht für Komfort, Effizienz und Werterhalt. Minergie P oder Eco ist das Label für besonders energieeffiziente und umweltfreundliche Gebäude. www.minergie.ch
   


SNBS
SNBS schafft ein gemeinsames Verständnis für nachhaltiges Bauen in der Schweiz. Der Standard basiert auf den Themen von Minergie/Minergie-ECO und hat diese um architektonische, nutzerspezifische, wirtschaftliche und weitere Umweltaspekte zu einem umfassenden Katalog erweitert. www.snbs-hochbau.ch

Ratgeber Energiegerecht Sanieren
Einen guten Überblick über energetische Gebäudehüllensanierungen bietet die Broschüre von EnergieSchweiz «Energiegerecht sanieren – Ratgeber für Bauherrschaften».

Energiefranken.ch
Das Portal energiefranken.ch hilft anhand der Postleitzahl oder des Ortes herauszufinden, welche Fördergelder für energetische Massnahmen insgesamt – also nicht nur aus dem Gebäudeprogramm – in einer bestimmten Gemeinde angeboten werden.

Finanzierung uns Steuern
Häufige Fragen zu Finanzierung und steuerlichen Abzugsmöglichkeiten von energetischen Sanierungen:  Link


Links:
gebäudeprogramm.ch
EnergieSchweiz
erneuerbarheizen.ch
GEAK
energiefranken.ch

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