Normen & Richtlinien

Gemeinsames Regelwerk

Gemeinsames Verständnis und ein Regelwerk für Qualität

Wichtige Voraussetzungen für die Sicherheit von Mensch und Umwelt. Die in der Bauwirtschaft üblichen Normen, Gesetze und Richtlinien regeln den Prozess rund um ein Bauvorhaben.

Dazu gehören im Wesentlichen der Verband für Schweizerisches Ingenieur- und Architektenvereins (SIA),  die Schweizerischen Zentralstelle für Baurationalisierung (CRB) die Lignum und die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen VKF.

Merkblätter und Checklisten

Holzbau Schweiz hat in Zusammenarbeit mit Partnerverbänden Merkblätter und Checklisten zu verschiedenen Themenbereichen erarbeitet.

Mitglieder von Holzbau Schweiz finden hier Informationen zu folgenden Themen:

Plandarstellung im Holzbau

Neuer Leitfaden «Plandarstellung im Holzbau»

Die Arbeitsweisen haben sich im Holzbau von handwerklichen Bearbeitungen hin zu mehrheitlich maschineller CNC-Bearbeitung gewandelt. Somit wird heute vorwiegend mit CAD-Zeichenprogrammen gearbeitet und Pläne von Anfang an digital erstellt. Die Arbeitsweisen haben sich innert kurzer Zeit gewandelt, ohne Planungs- und Darstellungsrichtlinien festzulegen.

Im Gegensatz zur Darstellung von Architekturplänen gibt es im Holzbau für die Darstellung von digital erstellten Plänen keine aktuellen Richt­linien. Pläne im Holzbau werden heute sehr individuell, meist aufgrund von Firmenrichtlinien dargestellt. Bei der Zusammenarbeit von verschie­denen Akteuren kann dies zu Missverständnissen führen. Im neuen Leitfaden ist die Darstellung im Sinne einer Branchenempfehlung festgehalten. Durch eine einheitliche Darstellung wird die Lesbarkeit verbessert und damit die Zusammenarbeit mit Planungspartnern verein­facht. Weiter kann das Dokument in der Aus- und Weiterbildung als Leitfaden eingesetzt werden. Der Leitfaden wurde von Swiss Timbers Engineers in Zusammenarbeit mit Holzbau Schweiz und anderen erabeitet.

Das Ziel des Leitfadens ist, die Verständigung beim Planaustausch unter verschiedenen Projektbeteiligten zu vereinfachen.

Es wurde bewusst darauf verzichtet, Werkstattpläne für die Herstellung der Holzbauteile und Holzbauelemente in die Dokumentation aufzuneh­men. Die Darstellung dieser Pläne ist sehr stark abhängig von den Anforderungen und Arbeitsweisen des jeweiligen Holzbauunternehmens und wird in der Regel nur als interne Plangrundlage und nicht zur fachübergreifenden Koordination verwendet.

Der Leitfaden baut auf der Norm SIA 400 auf und ergänzt diese mit der Darstellung von Holzbauplänen.

Bauproduktegesetz

Infoblatt neues Bauproduktegesetz per 1. Oktober 2014

Das Bauprodukterecht des Bundes wurde an die neue europäische Bauprodukteverordnung angepasst. Nachdem im März 2014 das neue Bundesgesetz über Bauprodukte von den Eidgenössischen Räten ver-abschiedet worden ist, hat der Bundesrat das neue Bauproduktegesetz (BauPG) und die neue Bauprodukteverordnung (BauPV) gutgeheissen und auf den 1. Oktober 2014 in Kraft gesetzt.

SIA Normen - iNorm-Abo Holzbau Schweiz/VGQ

Die SIA-Normen sind anerkannte Regeln der Baukunde und beschreiben den aktuellsten Stand der Technik.

Das Schweizerische Normenwerk der SIA und die beim SIA verfügbaren Europäischen Normen (EN) können
wir Ihnen durch die Zusammenarbeit von Holzbau Schweiz mit VGQ – Schweizerischen Verband für geprüfte Qualitätshäuser zu stark reduzierten Konditionen anbieten.

Das Angebot in Kürze:
Sie erhalten das komplette Normenwerk der EN + SIA-Normen Standard (SIA 909.000) mit einem
Online-Zugang (iNorm). Es beteht aus insgesamt 4‘000 Normen (500 der SIA und 3500 EN), die ausgedruckt
oder als PDF gesichert werden können und die dank der digitaler Form jeweils auf dem aktuellen Stand sind.

Vorteilsangebot für die Mitglieder der Verbände VGQ und Holzbau Schweiz:
Die Kosten werden grundsätzlich durch die Anzahl gebuchter Lizenzen definiert – die für den Zeitraum
von einem Jahr gebucht werden können und auf eine mehrjährige Laufzeit ausgelegt ist.
Jeweils im November/Dezember werden Sie für eine Verlängerung im kommenden Jahr angefragt.


Für das 2021 rechnen wir mit rund CHF 500.- exkl. MwSt pro Lizenz.
Pro Lizenz können zwei Zugänge (Installation an zwei PCs) verfügbar gemacht werden.


Detaillierte Informationen sowie die Zugangsdaten erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung.
Bitte lassen Sie die Anmeldung bis am Donnerstag, 19.11.2020 per Fax oder Mail dem VGQ mittels unten aufgeführten Anmeldeformular zukommen.

Kontakt und Support

VGQ, Schweizerischer Verband für geprüfte Qualitätshäuser,
Regula Gehrig, presse@vgq.ch, 032 327 20 05

Holzbautabellen

Seit 1. Januar 2012 ist die Norm SIA 265 (2012) «Holzbau» in revidierter Fassung in Kraft. Den Anpassungen entsprechend, ist ab April 2012 eine überarbeitete Ausgabe der «Holzbautabellen 1» (HBT1) erhältlich.

Ergänzende Unterstützung bietet die Beispielsammlung mit 29 Bemessungsbeispielen aus der SIA Dokumentation D0195.

Die HBT1 und die Beispielsammlung richten sich an alle Fachleute in Projektierung und Ausführung. Diese benutzerfreundlichen Arbeitsinstrumente enthalten wichtige Angaben für die Berechnung und Konstruktion von Holzbauten.

Neue HBT1 – Das Praxishandbuch

·         Ausgabe 2012, 4. Auflage, basierend auf den Normen SIA 265 (2012) und SIA 265/1 (2009)

  • Überarbeitung: Christoph Fuhrmann, dipl. Holzbauingenieur HTL, Unterseen
  • Format A4, s/w, ca. 130 Seiten, broschiert mit Fadenverstärkung, Vierfachlochung

Neu gefasste Beispielsammlung

·         Ausgabe 2012, 2. Auflage, basierend auf den Normen SIA 265 (2012) und SIA 265/1 (2009)

  • Überarbeitung: Christoph Fuhrmann, dipl. Holzbauingenieur HTL, Unterseen
  • Format A4, s/w, ca. 250 Seiten, broschiert, Vierfachlochung

Die Holzbautabelle HBT1 kann bei Lignum bezogen werden:

https://www.lignum.ch/shop/lignum_dokumentationen/

Quelle: LIGNUM Holzwirtschaft Schweiz


CRB Normpositionen-Katalog

Die technischen Normen des SIA und anderer Baufachverbände enthalten hauptsächlich technische Regeln. Der Normpositionen-Katalog (NPK) des CRB  enthält Leistungsbeschreibungen. Zu den NPKs Holzbau bietet Holzbau Schweiz mit dem Normmaterialkatalog und den Richtpreiskatalogen passende Kalkulationshilfen an. Mehr Infos dazu finden Sie unter «Kalkulationshilfen»

Lignatec

Lignatec ist die Reihe technischer Holzinformationen der Lignum. Jede Ausgabe behandelt umfassend aktuelle technische Aspekte zu Holz, Holzwerkstoffen und Verfahren. Die Beiträge sind von Experten und Wissenschaftern verfasst. Lignatec erscheint in freier Folge mit jährlich ein bis vier Ausgaben.

Die Ausgaben können bei Lignum bezogen werden:

https://www.lignum.ch/shop/lignatec/

Quelle: LIGNUM Holzwirtschaft Schweiz

Hobelwaren

Holzbau Schweiz und der Verband der Schweizerischen Hobelwerke (VSH) haben gemeinsam folgende Merkblätter ausgearbeitet.

  • Nr. 2-8-11/D Böden für Balkone, Pergolas, Garten
  • Nr. 3-1-11/D Naturbelassene Holzfassade
  • Nr. 3-3-11/D Farbbeschichtungen auf Holzoberflächen - Allgemeine Informationen
  • Nr. 3-4-11/D Gerundete Kanten bei oberflächenbeschichteten Aussenschalungen
  • Nr. 3-6-11/D Qualität von Holzfassaden - Einflussfaktoren, allgemeine Angaben
  • Nr. 4-2-11/D Montage von Holzfassaden

Bei Bedarf können die Merkblätter zur Abgabe an Architekten, Bauleiter und weitere verwendet werden.


Checklisten Holzfassaden

Für die Umsetzung und der Gewährleistung der Qualitätssicherung und zur Sicherstellung von Überwachung und Unterhalt von Holzfassaden dienen die Checkliste C1 für die Qualitätssicherung und die Checkliste C2 für die Überwachung und den Unterhalten von Holzfassaden.


Verlegerunterlagen aus Holz für Metalldeckungen

Für Metalldeckungen aus Dünnblechen werden üblicherweise Verlegeunterlagen aus Holz verwendet, die eine bewährte Befestigung der Metallhaut ermöglichen.

Bei der Planung und Ausführung sind die einschlägigen Normen des SIA zu berücksichtigen. Die Übertragung der Einwirkungen, wie Eigengewicht, Schneelast, Winddruck und Windsog usw., durch die Schichten der Unterkonstruktion in das Tragwerk des Daches bzw. des Gebäudes muss gewährleistet sein.

Das Merkblatt wurde von zwei Arbeitsgruppen (suissetec und Holzbau Schweiz) erarbeitet und behandelt die Anforderungen, Materialien, Befestigungsmittel und Details. Die Hintergründe und Ursachen von «Leckagen» in Metalldeckungen durch unsachgemässe Befestigung der Verlegeunterlage werden aufgezeigt.


Masstoleranzen im vorgefertigten Holzbau

Masstoleranzen werden in den Bauproduktenormen sowie in verschiedenen Baunormen behandelt. Während in diesen Dokumenten die meisten Toleranzen geregelt sind, fehlen im Bereich der Vorfabrikation von Bauteilen und deren Montage auf der Baustelle entsprechende Regeln. Um diese Lücken zu schliessen, wurde vom Schweizerischen Verband für geprüfte Qualitätshäuser VGQ und von Holzbau Schweiz der vorliegende Leitfaden erarbeitet. In verschiedenen Vernehmlassungen wurden die Anliegen der Holzbaubetriebe sowie der Holzbau-Ingenieure eingeholt und in den Leitfaden aufgenommen. Der Leitfaden schafft einen Überblick zu Toleranzen vom Bauprodukt bis hin zum fertig montierten Bauteil und bietet zudem eine Grundlage für die Vereinbarung von Masstoleranzen, beispielsweise in Werkverträgen. Der Schweizerische Verband für geprüfte Qualitätshäuser sowie Holzbau Schweiz empfehlen diesen Leitfaden anzuwenden.

Dachbegrünung und Solarenergieanlagen

Gefragt sind intelligente Lösung für die Energiezukunft. Die Kombination von Dachbegrünung und Solaranlage führt zu mehr Biodiversität und reduziert gleichzeitig den CO2-Ausstoss.

Hier geht's zum Ratgeber:

Wer sein Flachdach nicht nur als Raum für Biodiversität, sondern auch als CO2-neutrales Stromkraftwerk nutzen möchte, dem sei die Kombination von Dachbegrünung und Photovoltaik empfohlen. Eine begrünte, mit Solarelementen ergänzte Lösung ist doppelt nachhaltig: Insekten profitieren von einem ganzjährigen Nahrungsangebot und Menschen von einer sauberen, autarken Stromquelle.

Höhere Stromleistung dank Dachbegrünung

Während sich ein herkömmliches Flachdach im Sommer schon mal auf 80°Celsius aufheizen kann, steigt die Temperatur begrünter Dächer kaum über 35°Celsius. Expertisen haben gezeigt, dass der Leistungsgrad einer PV-Anlage mit zunehmender Temperatur zu sinken beginnt. Eine Solaranlage mit Dachbegrünung ist also um ein Vielfaches effizienter als jene ohne Dachbegrünung.  Folglich produzieren Solaranlagen auf begrünten Flächen merklich mehr Strom.

Produktlösungen sind vorhanden

Hersteller von Solarpanels wissen um die Synergien von begrünten Solaranlagen und tragen diesem Umstand vermehrt Rechnung. So steht eine breite Palette an Produkten zur Verfügung, die sich besonders für begrünte Dachflächen eignen. Beispiele dafür sind Auflastsysteme, die das Pflanzensubstrat als Beschwerung nutzen und Drainage und Wasserspeichersysteme bereits beinhalten.

Mut zur Begrünung fördert Biodiversität

Begrünte Dachanlagen können sich mittels Intensiv-Dachbegrünung zu individuellen Ökosystemen entwickeln. Sie reduzieren die Hitze, binden Feinstaub und tragen zu einem besseren Raumklima bei. Zudem können Bereiche der begrünten Flächen als Terrassen eine Erholungszone für Menschen bieten. Intensive Dachbegrünungen erfordern einen etwas höheren Pflegeaufwand als extensive Begrünungen. Ob eine extensive Begrünung mittels Substrate oder eine intensive Begrünung mittels Aufbau einer Erdschicht, für jede Jahreszeit und Wuchshöhe steht eine breite Palette an Gräsern und Sträuchern zur Verfügung.

Fazit

Begrünte Dachflächen in Kombination mit Solaranlagen helfen mit, das Netto-Null-Ziel zu erreichen. Solaranlagen reduzieren mit ihrem Solarertrag den CO2-Ausstoss, während das begrünte Dach CO2 bindet. Das Klima wird damit gleich doppelt entlastet. Dank der Fördergelder von Bund und Kantonen erhalten Eigenheimbesitzer aktuell einen Grossteil ihrer Auslagen rückerstattet. Das freut Umwelt und Portemonnaie!

Mit dem Ratgeber «Dachbegrünung und Solaranlagen» finden Planer und Ausführende eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte rund um Planung und Installation von Solaranlagen auf begrünten Dächern. Gespickt mit zahlreichen Verlinkungen zu Normen und Merkblättern beantwortet das Dokument die drängendsten Fragen zum Thema.

Der Ratgeber «Dachbegrünung und Solaranlagen» entstand in Kooperation mit den Verbänden Gebäudehülle Schweiz, Holzbau Schweiz, JardinSuisse, Schweizerische Fachvereinigung Gebäudebegrünung, suissetec und Swissolar. Den beteiligten Branchenorganisationen ist es ein grosses Anliegen, Planern und Ausführen die Chancen aus der Kombination von Solarenergie und Dachbegrünung aufzuzeigen. So setzen wir nicht nur entscheidende Akzente für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 sondern tragen auch aktiv etwas zum Wohle der einheimischen Flora und Fauna bei.

 

Deklaration von Holz und Holzprodukten

Deklaration von Holz und Holzprodukten

Der Bundesrat hat am 4. Juni 2010, gestützt auf das Konsumenteninformationsgesetz, eine Verordnung verabschiedet, mit welcher eine Deklarationspflicht nach Holzart und Holzherkunft eingeführt wird. Die Verordnung ist seit 1. Oktober 2010 in Kraft. Somit ist die Deklaration seit 1. Januar 2012 verpflichtend.

Der Vollzug obliegt dem Büro für Konsumentenfragen. Seit Oktober 2010 ist eine Holzdatenbank aufgeschaltet, die es ermöglicht, sowohl den wissenschaftlichen Namen als auch den für die Deklaration nötigen Handelsnamen der Holzart zu ermitteln. Zudem werden die Verbreitungsgebiete der Holzarten aufgeführt und es wird angegeben, ob die Holzart zu den unter dem Artenschutzübereinkommen (SR 0.453) geschützten Arten gehört.

Information / Hilfsmittel für Mitglieder zur Umsetzung der Deklarationspflicht

Für unsere Mitglieder haben wir im Mitgliederbereich weitergehende Informationen und Hilfsmittel zur Umsetzung der Deklarationspflicht abgelegt – mit Anleitungen, FAQ zur Deklarationspflicht, Produkteübersicht zur Deklaration in der ersten Etappe, Vorlage zur Deklaration mit einem Geschäftspapier (pauschale Deklaration), Muster zur Deklaration mit einem Geschäftspapier (pauschale Deklaration) und weitere Informationen. Mit dieser Unterstützung sind die Holzbauunternehmen in der Lage, die Umsetzung der Deklarationspflicht an die Hand zu nehmen.

Holzhandelsverordnung (HHV)

Neue Pflichten für Akteure auf dem Holzmarkt

Seit dem 1. Januar 2022 ist es in der Schweiz verboten, illegales Holz und die daraus gefertigten Produkte in Verkehr zu bringen. Die neue Holzhandelsregulierung verlangt von allen Marktakteuren, ihre Pflicht zur Sorgfalt einzuhalten.

Internet

www.bafu.admin.ch/holzhandel

Links zu rechtlichen Grundlagen

Bundesgesetz über den Umweltschutz

Verordnung über das Inverkehrbringen von Holz und Holzerzeugnissen

Kurzvideo DE: https://www.youtube.com/watch?v=R1WVjyclvcs

Kontakt Fabian Reusser, Tel. +41 58 469 89 18 E-Mail: holzhandel(at)bafu.admin.ch

Gleichzeitig mit den neuen Artikeln im Umweltschutzgesetz (USG, 35e-35h) tritt die neue Holzhandelsverordnung (HHV) auf Anfang 2022 in Kraft.

Diese Änderungen zielen darauf ab, dass nur noch legal geschlagenes Holz und Holzprodukte in der Schweiz auf den Markt kommen. Denn illegaler Holzschlag ist ein weltweites Problem mit negativen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen. Bisher fehlte hierzulande eine Regelung zur Bekämpfung des illegalen Holzschlags und Holzhandels. Andere Länder verbieten dies schon seit längerem: Die USA seit 2008, Australien seit 2012 und in der EU seit 2013 mit der European Timber Regulation. All diese Gesetze verlangen, dass Produkte mit der notwendi-gen Sorgfalt geprüft werden, bevor sie auf den Markt kommen. In der Schweiz galt seit 2010 lediglich die Deklarationspflicht für Holz und Holzprodukte. Sie stellt sicher, dass die Kund-schaft beim Kauf Informationen zur Art und Herkunft des Holzes erhält. Dank der neuen HHV wird weltweit illegaler Holzschlag und -handel bekämpft und damit die Entwaldung, aber auch der Verlust der Biodiversität eingedämmt. Das hilft ebenso im Kampf gegen den Klima-wandel.

Gleich lange Spiesse für Schweizer Holzexporteure

Die Änderungen des USG gehen auf parlamentarische Motionen zurück, welche «gleich lange Spiesse für Schweizer Holzexporteure gegenüber ihrer europäischen Konkurrenz» forderten. Mit der HHV schafft der Bundesrat eine gleichwertige Regelung zu derjenigen in der Europäischen Union (EU; EUTR 995/2010). Die Änderung verbietet das Inverkehrbringen von illegal geschlagenem Holz und Holzprodukten in der Schweiz. Sie verlangt von allen Marktakteuren, ihre Sorgfaltspflicht einzuhalten und die Risiken betreffend illegales Holz zu minimieren. So ziemlich alle Holzerzeugnisse unterliegen der HHV: Holz, Papier, Halbfabri-kate, Brennholz, Holzwerkstoffe, Bauholz sowie Möbel und vorgefertigte Gebäude aus Holz. Die Verordnung gilt jedoch nicht für Recyclingprodukte aus Altholz oder für Bambus.

Die Verantwortung der inländischen Marktakteure

Wer in der Schweiz Holz und Holzerzeugnisse erstmalig in Verkehr bringt (sogenannte Erstinverkehrbringer), ist neu verantwortlich dafür, dass diese legal geerntet und gehandelt wurden. Um die Legalität nachzuweisen, bauen die betroffenen Unternehmen ein System der Sorgfaltspflicht auf, wenden es an und aktualisieren es regelmässig. Dieses besteht aus drei wichtigen Elementen: Informationen zum Holz und seiner Herkunft beschaffen, Risiken für illegales Holz bewerten, Risiken minimieren. All dies muss über die gesamte Lieferkette doku-mentiert sein. Auch für Waldeigentümerinnen, die in der Schweiz geerntetes Holz auf den Markt bringen, gilt diese Regelung. Jedoch besteht dank des flächendeckenden Vollzugs der Waldgesetze durch die Kantone im Schweizer Wald ein geringes im Schweizer Wald ein ge-ringes Risiko für illegale Holzeinschläge. Hier kann davon ausgegangen werden, dass die waldgesetzlichen Nutzungsbewilligungen der Kantone die nötigen Informationen beinhalten. Diese genügen als Nachweise für die legale Ernte. Wer als Händler Holz, das bereits auf dem Markt ist, kauft oder weiterverkauft, muss die Rückverfolgbarkeit sicherstellen: Von welchem Zulieferer wurden das Holz oder die Holzerzeugnisse bezogen und an welchen Abnehmer weitergegeben. Für die Kontrolle der Unternehmen und Händler ist das Bundesamt für Umwelt (BAFU) zuständig, für die Kontrolle der Waldeigentümerinnen die Kantone. Das BAFU kontrolliert risikobasiert, indem es Unternehmen, die besonders grosse Mengen Holz aus riskanten Ländern importieren, prioritär prüft. Bei vorsätzlichem Verstoss gegen das Verbot und die Bestimmungen zur Sorgfaltspflicht drohen Freiheitstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafen. Bei vorsätzlichem Verstoss gegen Bestimmungen zur Rückverfolgbarkeit sind Bussen bis zu 20'000.- Franken vorgesehen.

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