Arbeitssicherheit

Sicherheit will gelernt sein!

Der Verband «holzbau schweiz region basel» rüstet bezüglich Sicherheitskurse weiter auf – nicht zuletzt dank dem neuen und eigenen Bildungszentrum in Liestal.

Die Öffentlichkeit wird zwar regelmässig über das Unfallgeschehen informiert. Aber nur wenige wissen, was genau dahinter steckt. Das Unfallversicherungsgesetz, UVG wie wir es heute kennen, ist bereits seit 1984 in Kraft. Es regelt die obligatorische Versicherung der unselbständig erwerbstätigen Arbeitnehmer und auch der Stellensuchenden in der Schweiz gegen Unfälle und Berufskrankheiten.

Aber die SUVA ist eine schon viel ältere Einrichtung: Den ersten Meilenstein auf dem Weg zu einer obligatorischen Unfallversicherung legte das Schweizer Stimmvolk im Jahr 1877 mit der Annahme
des gesamtschweizerischen Fabrikgesetzes. Es begrenzt die Arbeitszeit und schützt insbesondere Kinder und Frauen.

Im Jahr 1890 wird der Auftrag zur Einführung einer Kranken- und Unfallversicherung in der Bundesverfassung verankert. Das Volk nimmt das Gesetz über die Kranken- und Unfallversicherung erst am 4. Februar 1912 an. Damit wird freilich der Grundstein für die Krankenversicherung und die nationale – für wesentliche Teile der Arbeitnehmenden – obligatorische Unfallversicherung gelegt.

Noch im selben Jahr gibt der Bund den Auftrag zur Gründung der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt, der heutigen Suva. Die SUVA ist seit 1918 als Unfallversicherung tätig. Daneben gibt es aber noch rund 30 weitere Unfallversicherer. Was man vielleicht nicht so kennt: Die SUVA vereint Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Aber nicht zuletzt wichtig: Die Suva ist selbsttragend; sie erhält keine öffentlichen Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten zurück.

Die Verhütung von Unfällen gehört zu den wichtigen Aufgaben von holzbau schweiz region basel (hsrb). Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass laufend Kurse angeboten werden, welche die Handhabung und Sicherheit verbessern helfen. Diese Kurse finden teilweise im eigenen Bildungszentrum in Liestal statt oder beispielsweise im Kompetenzzentrum für Arbeitssicherheit in Pratteln, das über die notwendige Ausrüstung verfügt.

Auf reges Interesse stösst etwa der Motorsägekurs/ Alternativgeräte, bei dem es auch um die 10 lebenswichtigen Regeln im Holzbau geht, deren Beachtung hohe Konzentration erfordert. Angeboten werden zur Zeit auch Hallenkrankurse oder PSA (persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz) gegen Absturz im Holzbau. Ferner der sichere Umgang mit Hubarbeitsbühnen. Knifflig ist auch der «Gegengewichts- und Seitenstaplerkurs».

Die Arbeitgeber dürfen nur jene Arbeitnehmer mit entsprechenden und anspruchsvollen Aufgaben betrauen, welche dafür ausgebildet sind. Deshalb finden diese Kurse einerseits grosse Beachtung, sie verlangen aber auch viel von jenen, welche sie besuchen und die dann – ausgerüstet mit einem Zertifikat und der Aussicht auf mehr Verantwortung – stolz nach Hause gehen können.

 

 

Bedarfsabklärung Sicherheitskurse 17/18 für Mitarbeiter

Anlässlich der letzten Vorstandssitzung und auf Anfrage einzelner Mitglieder wurde beschlossen, diverse Arbeitssicherheitskurse wieder auszuschreiben.

Folgende Kurse sind vorgesehen:
1.    Motorkettensägekurs / Alternativgeräte, inkl. 10 Lebenswichtige Regeln im Holzbau, stationäre Maschinen (Kehlmaschinen)
2.    Hallenkrankurs
3.    Kurs - PSA gegen Absturz im Holzbau
4.    Kurs - Hubarbeitsbühnen (3 Kategorien)
5.    Gegengewichts- und Seitenstaplerkurs
6.    Anhängerkurs – Anhängerbewilligung Typ BE bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht

Bitte bei Interesse das Umfrageformular im Downloadbereich "Technik & Arbeitssicherheit" bis spätestens am Freitag, 21. Juli 2017 an die Geschäftsstelle zurücksenden.


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