Holzbau-Stamm

Wir führen für unsere Mitglieder, Partner und Sponsoren zweimal im Jahr sog. Holzbau-Stämme durch.

Holzbau-Stamm am 17. Oktober 2018: Genussvoller Ausflug auf den Bürgenstock

Der Herbst-Holzbau-Stamm von Holzbau Schweiz Sektion Luzern-Land führte 60 Unternehmerinnen und Unternehmer auf den Bürgenstock. Die Besichtigung des neuen Bürgenstock Resorts lud zum Staunen, Netzwerken und Geniessen ein.  

Normalerweise dreht sich beim Holzbau-Stamm alles um Holzkonstruktionen, fachliche Weiterbildung oder Arbeitssicherheit. Doch dass dies für einmal kein normaler Stamm war, zeigte sich ziemlich schnell auch an der überdurchschnittlich hohen Frauenquote. Ebenso war der Ort des Treffpunkts alles andere als gewöhnlich: man traf sich mitten im Getümmel der Määs Luzern am Schiffquai und genoss anschliessend eine schöne Überfahrt auf dem Vierwaldstättersee. Der herbstliche Ausflug ging weiter mit der Standseilbahn auf den Bürgenstock, wo uns eine prachtvolle Aussicht und kompetente Führerinnen erwarteten.  

Die Pioniere des Bürgenstocks waren Hölzige

Bereits als eine der drei Hostessen die Historie des Bürgenstocks skizzierte, waren die Hölzigen ziemlich angetan, denn die Pioniere des Bürgenstocks waren anno dazumal zwei Holzhändler, welche im Jahre 1873 das erste Hotel eröffneten. Weitere Häuser folgten, und bis 1903 verfügten die zwei geschäftstüchtigen Holzhändler bereits über 600 Betten, um die Touristen der Bel Epoque zu empfangen, in deren Hotelzimmer sie auch ihre Parkettböden verlegten. Nach einer wechselvollen Geschichte mit Hollywood-Glamour und schmerzvollem Niedergang erstrahlt nun der Bürgenstock dank Bauinvestitionen von 550 Mio. Franken durch den Staatsfonds Katar wieder in neuem Glanz. Auf dem eindrücklichen Rundgang durch das Resort liess besonders die raffinierte Holzkonstruktion der Tennisanlage «Diamond Domes» das Holzbauerherz höherschlagen!  

Ein vorzügliches Abendessen im Restaurant Verbena im Waldhotel – notabene mit einer aussergewöhnlichen Holzfassade vom italienischen Architekten Matteo Thun – schloss einen rundum spannenden und gelungenen Holzbau-Stamm ab, bei dem für einmal der Genuss absolut im Zentrum stand.

Holzbau-Stamm am 22. März 2018: Die Holzfassade als Visitenkarte

Am Holzbau-Stamm von Holzbau Schweiz Sektion Luzern-Land am 22. März 2018 drehte sich alles um die Holzfassade und ihre Behandlung. Über 70 Berufsleute fanden sich bei der Imprägnierwerk AG in Willisau ein.   

Schon zu Beginn des Holzbau-Stammes betonte Gastgeber Guido Thalmann, dass die Qualität einer Holzfassade das oberste Prinzip sei. Dass diese Qualität aber von vielen Einflussfaktoren abhängig sei, schilderte Peter Stuber als ausgewiesener Experte für Holzschutz von der Lignum eindrücklich. Es gelte die Lage des Gebäudes, die Architektur und die Exposition (wie ist das Gebäude dem Wetter ausgesetzt?) zu beachten. Auch der konstruktive Holzschutz spiele natürlich eine wichtige Rolle, dass eine Holzfassade Bestand hätte. Um die Qualität von Holzfassaden zu garantieren, hat die Lignum das Gütezeichen für Fassadenschalungen in Holz entwickelt. Das Ziel des Labels ist es, die Zusammenarbeit zwischen Planern und Produktanbietern zu erleichtern, indem ein gemeinsamer Referenzhorizont definiert wird, an dem sich beide Parteien orientieren können.  

Download Vortrag Peter Stuber

Im Dialog mit dem Kunden

„Mit der Druckimprägnierung des Holzes wird die Dauerhaftigkeit der Holzfassade um ein Mehrfaches erhöht“, führte Guido Thalmann aus. Aber: das imprägnierte Holz ersetze nie den konstruktiven Holzschutz und eine Fassade brauche so oder so Unterhalt, wobei sich der Unterhalt nach Massgabe des Betrachters richte. Was dem einen gefällt, würde der andere stören. So sind die offene Kommunikation und der stetige Dialog mit dem Kunden ausschlaggebend, um das auf den Kunden zugeschnittene Produkt zu erhalten, an dem er lange Freude hat und wo eben die Qualität stimme. Und wohin geht der Trend? Die farblose Imprägnierung in der Kombination mit farbigen Lasuren sei gefragt, an einer Brandschutzimprägnierung sei man am Tüfteln, Überlängen bis 10 Meter und 3D-Fassaden seien immer mehr gefragt, wo Holz gewaltige Vorteile hätte, um schöne Tiefen zu erreichen.

Download Vortrag Guido Thalmann

Dem Wetter ausgesetzt

Auf der Führung durch das Werk erhielten die Anwesenden einen vertieften Eindruck, wie der Prozess der Imprägnierung vor sich geht, und konnten allerhand Beispiele von verschiedensten Holzfassaden begutachten, die lang und auch weniger lang Sonne, Wind und Wetter ausgesetzt waren. Nach dem Rundgang ging man gerne wieder in die Werkhalle, denn im Gegensatz zum Holz hatten die Teilnehmer mit dem kalten Wetter ihre liebe Mühe und freuten sich anschliessend umso mehr auf den reichhaltigen Apéro.

Holzbau-Stamm 19. Oktober 2017: Arbeitssicherheit wird bei den Zimmerleuten gross geschrieben  

Wie verhindert man Stürze? Wie lädt man Holzelemente sicher? Was gehört zu einem Sicherheitskonzept? Diesen Fragen widmete sich der Holzbau-Stamm von Holzbau Schweiz Sektion Luzern-Land, der nach Schötz zur Renggli AG lud und an welchem über 70 Berufsleute teilnahmen.


Unfälle auf der Baustelle zu vermeiden, ist das Ziel jedes Arbeitgebers. Dies ist aber einfacher gesagt als getan. Peter Meier, Spezialist für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei der Suva, führte in seinem Referat aus, dass Unfälle keine Zufälle seien. „Unfälle werden verursacht! Man geht bewusst ein Risiko ein“, konstatierte Peter Meier. Die Suva setzt das STOP-Prinzip ein, um Gefährdungen wirksam zu minimieren: S wie Substitution, T wie Technische Massnahmen, O wie organisatorische Massnahmen und P wie personenbezogene Massnahmen. Damit Massnahmen greifen, müssen die Vorgesetzten die Mitarbeitenden instruieren, Weisungen erteilen und die Ausführung kontrollieren. Dazu existieren nicht nur gesetzliche Grundlagen. Die Branchenlösung Holzbau Vital hat den „Leitfaden Umsetzung Bauarbeitenverordnung (BauAV) im Holzbau“ erarbeitet, welcher den Zimmerleuten verschiedene Lösungsansätze aufzeigt.

Montage- und Sicherheitskonzept aus einer Hand

Wie diese Regeln und Massnahmen konkret im Arbeitsalltag integriert werden können, wurde in der Montagehalle der Renggli AG live vorgeführt. Einerseits wurden die Zimmerleute darauf sensibilisiert, die beladenen Holzelemente auf den Wechselpritschen mit den richtigen Gurten festzuzurren und Antirutschsysteme zu gebrauchen, andererseits demonstrierte ein Mitarbeiter der Renggli AG, wie man Holzelemente mit Hilfe der Hebebühne sicher be- und entladen kann. Die Hebebühne beansprucht natürlich mehr Platz als eine Leiter, aber man sei dafür effizienter und sicherer unterwegs, legte Peter Meier dar.

Für die Montage von Holzsystembauten muss das Montage- und Sicherheitskonzept Hand in Hand funktionieren. Die notwendigen Schutzmassnahmen wie Auffangnetze, Fanggerüste oder Seitenschutzsysteme müssen von Anfang in die Planung einbezogen werden. Peter Meier ermunterte die Anwesenden, Verbesserungen im Hinblick auf die Sicherheit bereits im Kleinen zu tätigen und schrittweise vorwärtszugehen. Und zu guter Letzt sei auch die Kontrolle auf der Baustelle ausschlaggebend, um Unfälle zu vermeiden. Das beste System nütze nichts, wenn es nicht eingehalten werde.  

Bei einem reichhaltigen Apéro tauschten sich die aufmerksamen Zimmermänner über ihre Erfahrungen aus. Vorgesetzte wie Mitarbeiter waren sich einig, dass der Arbeitssicherheit auf der Baustelle höchste Priorität einzuräumen sei.

Holzbau-Stamm 15. Februar 2017: Bildungszentrum in Schenkon fit für die Zukunft

Pro Jahr beginnen jeweils rund 150 junge Männer und vereinzelte Frauen der Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Zug sowie Ob- und Nidwalden ihre vierjährige Ausbildung zum Beruf „Zimmermann/Zimmerin EFZ“ und kommen so dem Bildungszentrum Zentralschweiz in Schenkon nicht vorbei. Die Reform der Berufslehre und die Einführung der zweijährigen Attestlehre „HolzbearbeiterIn EBA“ hatten für das Bildungszentrum in Schenkon sowohl inhaltliche als auch räumliche Veränderungen zu Folge. Aus diesem Grunde hat Holzbau Schweiz Sektion Luzern-Land zum Holzbau-Stamm nach Schenkon eingeladen, an dem sich über 60 Lehrmeister, Geschäftsführer von Holzbaubetrieben, Partner- und Sponsorenfirmen der Sektion Luzern-Land sowie Berufsbildner ein Bild über die vielfältige Palette des Bildungszentrums machen konnten.  

Franz Häfliger als Präsident der Stiftung ZAZ Zimmerleute Ausbildungszentrum Zentralschweiz begrüsste die Anwesenden nicht ohne Stolz in den grossen hellen und nach Holz duftenden Räumlichkeiten des Bildungszentrums, das sich im April 2010 in Schenkon angesiedelt hat. Felix Meile als Zentrumsleiter blickte auf die historische Entwicklung des Kurswesens der Zimmerleute zurück; gab es doch bereits 1968 die ersten Einführungskurse ins Zimmermannshandwerk. Allerdings wurden diese Kurse erst im Jahre 1980 mit der Einführung des neuen Bildungsgesetzes obligatorisch.  

Der Lernende steht im Mittelpunkt

Das heutige Bildungszentrum sieht sich als Dienstleister der rund 200 Holzbaubetriebe der Zentralschweiz, die Lernende ausbilden. In den neun überbetrieblichen Kursen, die während der vierjährigen Lehre stattfinden und jeweils drei bis acht Tage dauern, lernen die jungen Zimmermänner und –frauen umfassende Fertigkeiten ihres Handwerks, die sie im Lehrbetrieb üben und vertiefen – mit Unterstützung des Lehrmeisters. So ist es wichtig, dass der Austausch zwischen dem Bildungszentrum und des Lehrbetriebs einwandfrei funktioniert, denn das Motto des Bildungszentrum heisst: Die Lernenden stehen im Mittelpunkt.  

Vielseitiges Kursangebot

Alle Kurse sind obligatorisch und schulen alles, was ein Zimmermann zur Ausübung seines Berufs braucht: Von der Arbeitssicherheit über den Maschinenkurs bis zum Treppenbau, Staplerkurs, Elementbau oder der Solarverkleidung auf dem Dach wird alles und noch viel mehr angeboten. Wenn die Kursleiter dann mit Fachwörtern wie Schwalbenschwanzverbindungen, Trichterschalungen, Lattenrisse, Linienlaser oder Abbinden um sich werfen, ist der Laie bald mal am Ende seines Lateins. Aber natürlich nicht der gelernte Zimmermann! Die vier Kursleiter legen sehr viel Wert darauf, dass die Kurse praxisorientiert angeboten werden und so ihren Schützlingen eine kompetente Ausbildung vermitteln können. Dass ihnen dies gelingt, darin sind sich die anwesenden Lehrmeister nach dem eindrücklichen Rundgang einig. Und dass jährlich eine so grosse Anzahl junger Berufsleute den Beruf des Zimmermanns lernt und die Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren konstant hoch sind, spricht für diesen spannenden und äusserst vielseitigen Beruf, der sich auch vor den heutigen digitalen Entwicklungen auf dem Markt nicht verschliesst.

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