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2/2018 Fit im Holzbau

BEWEGEN

Die Swissbau im digitalen Bauzeitalter

66 Milliarden Franken setzt die Schweizer Bauwirtschaft im Jahr um. Damit ist sie für die Volkswirtschaft von zentraler Bedeutung. Damit das auch in Zukunft so bleibt, muss die Baubranche noch mehr auf Zusammenarbeit setzen. Darüber waren sich in Basel die Akteure der Swissbau mit Bundesrat Ueli Maurer einig. In seiner Eröffnungsansprache unterstrich Maurer die Relevanz der Kollaboration.

Text Dorothee Bauland, Swissbau | Fotos Swissbau

«Niemand ist alleine erfolgreich», erklärte Messeleiter Rudolf Pfander an der Swissbau-Eröffnung das Erfolgsrezept der Schweizer Bauwirtschaft: «Es ist ein grosses Gefüge von Akteuren, die sich gegenseitig brauchen. Man arbeitet Hand in Hand – selbst dann, wenn man in Konkurrenz zueinander steht.» Damit beantwortete er auch gleich die Frage im übergeordneten Swissbau-Motto «Collaboration – alle zusammen oder jeder für sich?».


Bundesrat testet die virtuelle Realität

Vor allem im digitalen Bauen führt kein Weg an der Zusammenarbeit vorbei. Das unterstrich auch Bundesrat Ueli Maurer, der die Swissbau eröffnete und als einer der ersten Besucher die Sonderschau Innovation Lab besuchte. «Die digitale Transformation wird die Baubranche in den kommenden Jahren stark beschäftigen», zeigte sich der Bundesrat überzeugt und liess sich einen Blick durch die Virtual-Reality-Brille nicht entgehen. Die Planung für das neue – fiktive – Bundeshaus überliess er jedoch den Messebesuchern im iRoom.

Digitale Transformation in der Praxis
Knapp 100 000 Besucher informierten sich im Januar auf über 130 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche über die Zukunft des Bauens. Auf 2000 Quadratmetern verdeutlichte vor allem die Sonderschau Innovation Lab, wie sich die digitale Transformation auf das Bauen in der Praxis auswirkt. Den roten Faden bildete dabei der Lebenszyklus einer Immobilie: Daran wurde aufgezeigt, wie Gebäude in naher Zukunft geplant, gebaut, genutzt und betrieben werden. Aber auch bei den mehr als 1000 Ausstellern und Partnern aus 17 Ländern spielte die Digitalisierung der Bauwelt eine grosse Rolle.


Es gab kaum einen Aussteller in den Bereichen Rohbau und Gebäudehülle, der das Thema nicht in der einen oder anderen Weise aufgegriffen hat. Gleich eine ganze Ausstellungshalle war dem Bereich Planung, der BIM-Thematik und der interdisziplinären Zusammenarbeit gewidmet. Vorgestellt wurden hier unter anderem Softwarelösungen für Planer, Unternehmer und Bewirtschafter.


Gemeinsam in die Pedale treten

Welche konkreten Auswirkungen die digitale Transformation auf die Akteure im Bau hat und welche Vorteile sie ihnen bringt, wurde an 70 Veranstaltungen während fünf Messetagen im Swissbau Focus diskutiert. Bevor jedoch mit Bundesrat Ueli Maurer der erste Redner an das Mikrofon treten konnte, waren die Präsidenten der Schweizer Bauverbände gefordert: Gemeinsam mussten sie am Eröffnungsanlass in die Pedale treten, um für den Strom zum Rednermikrofon zu sorgen. Die Präsidenten – darunter auch Hans Rupli von Holzbau Schweiz und Thomas Iten vom VSSM – legten sich mächtig ins Zeug, verschafften so dem Bundesrat Gehör und bewiesen damit auch gleich, dass sie für die Zusammenarbeit bereit sind. swissbau.ch

Die nächste Swissbau findet vom 14. bis 18. Januar 2020 statt.