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7/2018 Perspektiven

KURZ & BÜNDIG

Zwei Saunahäuser aus silbergrauem Keloholz

Keloholz, kurz Kelo, ist die finnische Bezeichnung für abgestorbenes und natürlich getrocknetes Holz. Eine spezielle Form stellt dabei das Kelohonka dar, das abgestorbene Holz von Kiefern. Kelo entsteht nicht durch Verwitterung, sondern durch jahrzehntelange Dehydrierung im trocken-kalten Polarklima, nachdem der Baum altersbedingt sein Wachstum eingestellt hat. Das rindenlose Holz besitzt eine silbergraue Oberfläche und rötliches Kernholz. Da das Keloholz einer jahrzehntelangen natürlichen Trocknung ausgesetzt war, verzieht es sich nicht mehr und ist witterungsbeständig. Es ist vorvergraut, glashart und wird meist unbehandelt verbaut. Aus technischer Sicht entspricht es darrgetrocknetem Holz. Durch seinen k-Wert (unter 0,6) ist es für Hausverkleidungen und zum Blockhausbau gut geeignet. In diesem Sommer kam das Keloholz für ein Saunahaus und ein Ruhehaus auf dem Areal der Tamina Therme in Bad Ragaz zum Einsatz. Die Kelostämme, insgesamt etwa 100 Kubikmeter, wurden durch die Holz Stürm AG aus Goldach (SG) geliefert. Errichtet wurden die Blockbauten mit einem Grundmass von je zehn auf zehn Metern in rund zehn Arbeitstagen durch die Thomi Holzbau AG. Das Holzbauunternehmen aus Wilchingen (SH) ist auf den Bau von Naturstammsaunen und -blockhäuser spezialisiert. Die Dächer der beiden Kelo-Häuser sind in Holzelementbauweise mit Ziegeleindeckung ausgeführt worden, innen mit einer Plus-Minus-Schalung. Die Saunahäuser sind voraussichtlich ab Dezember 2018 für die Öffentlichkeit zugänglich. thomi-holzbau.ch, holzstuerm.ch