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02/2016 Seilschaft für die Weissensteinbahn

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Zum zweiten Mal schickte Holzbau Schweiz einen jungen Zimmermann «on Tour». Loris Niedermann begeisterte in den Schulen und an Berufsmessen den Nachwuchs.

Unterwegs in der Schweiz: Loris Niedermann aus Ossingen (ZH) reiste von Juli bis Dezember letzten Jahres als «Zimmermann on Tour» durchs Land. Das Förderprojekt von Holzbau Schweiz ist an die Walz angelehnt und wurde um zweiten Mal nach 2013 durchgeführt. «Nach der erfolgreichen Lancierung vor zwei Jahren, war klar, dass wir nochmals eine Tour umsetzen möchten», so Astrid Marquardt, Bereichsleiterin Marketing und Kommunikation von Holzbau Schweiz. «Auch mit der zweiten Ausgabe sind wir nun sehr zufrieden. Wir erhielten wiederum positive Rückmeldungen aus den Sektionen und unter den mitwirkenden Betrieben waren sowohl bisherige als auch neue, was uns sehr freut.»

Die Highlights der zweiten Staffel waren klar die Schulbesuche. Im Vergleich zur ersten Durchführung wurde der Einbezug der Schulen und Lehrer bewusst gesucht, um noch mehr interessierte Schüler zu erreichen und für den Beruf zu motivieren. «Wir hatten zunächst nicht mit einem so positiven Feedback der Lehrer und Schulen gerechnet», wie Astrid Marquardt anmerkt. «Aber das Interesse, Loris in eine Schulstunde zu holen, war sehr gross. Gerade die Verbindung mit einer Werkstunde war ideal und hat den Schülern gezeigt, wo eine berufliche Reise hingehen kann.» Auch die Weiterbildung von Loris selbst kam nicht zu kurz. Der 19-Jährige nahm an einer Schulung zum Sicherheitsbeauftragten teil. «Gerade der Aspekt der Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge ist wichtig für den Beruf und wird die Betriebe künftig beschäftigen», ist die Bereichsleiterin überzeugt.

Zimmermann on Tour im Interview

Loris, was hat dir an «Zimmermann on Tour» besonders gut gefallen?
Eigentlich sind es die vielen einzelnen Momente während des halben Jahres, die das Projekt so toll machen. Was mir am meisten bleiben wird, sind die Arbeiter, die mich super aufgenommen haben. Aber auch die verschiedenen Bauprojekte wie der Buchenpavillon, die Brücke in Kriens, der Umbau einer Kapelle oder das Schloss – auch sie gehören definitiv zu meinen Highlights.
Gab es denn auch etwas, das dir nicht so gut gefallen hat?
Durch die weiten Anfahrtswege kam ich fast jede Woche in einem Hotel unter. Die waren zwar schön, jedoch war ich dadurch oft alleine am Abend und wenig unter Leuten. Dies ist vielleicht der einzige Nachteil.
Du hast es schon angetönt: Du wurdest überall gut aufgenommen.
Ja. Zu Beginn jeder Woche wurde ich kurz dem Team vorgestellt. Ausnahmslos war ich dann innert kürzester Zeit ins Team integriert und akzeptiert. Das war sehr angenehm.
Hat es dir in einem Betrieb speziell gut gefallen?
Diese Frage ist sehr schwierig zu beantworten, denn im Grunde waren alles super Betriebe, unterschiedlich in der Art und Weise, wie gearbeitet wird, aber in jeder Zimmerei herrschte ein gutes Arbeitsklima – echte Vorzeigebetriebe.
Was konntest du fachlich dazulernen?
Fast jeder Betrieb hat seine eigenen Strategien und Schritte, eine Arbeit zu erledigen. Zusätzlich kommt hinzu, dass jedes Bauwerk etwas Spezielles war und somit auch sehr interessant. Fachlich war ich an der Brücke in Kriens am meisten gefordert. An dieser Brücke durfte ich helfen, traditionelle Verbindungen an Ort und Stelle auszubilden und auch gleich zu montieren.
Hast du auch etwas für dich persönlich oder über dich selbst gelernt?
Ich bin viel offener geworden und gehe nun einfacher auf fremde Menschen zu. In meiner ersten Woche war ich etwas schüchtern und habe mich fast nicht getraut, etwas zu fragen oder einfach mal auch etwas über die Mitarbeiter zu erfahren.
Ein grosser Teil deiner Aufgabe war es, deine Tour auf Facebook zu dokumentieren. Ist dir das leicht gefallen?
Ich musste da etwas reinkommen, jeden Tag die besten Fotos zu dokumentieren und zu posten. Aber schon bald ging mir dies leicht von der Hand. Das Schreiben war ohnehin nie ein Problem für mich. Was anfangs aber Überwindung brauchte, war, mich selber zu präsentieren und mich öffentlich zu zeigen. Mit den Medien war das viel leichter, da das Präsentieren nicht von mir übernommen wurde.

Das ganze Interview mit dem Zimmermann on Tour ist auf der Website von Holzbau Schweiz veröffentlicht. holzbau-schweiz.ch/zimmermannontour

Medien und Facbook

Loris’ Tour durch Schweizer Holzbaubetriebe wurde von über 20 Printmedien und diversen Radiostationen in der ganzen Schweiz aufgegriffen. Damit erreichte das Projekt «Zimmermann on Tour» knapp vier Millionen Leser und Zuhörer. Auf Facebook folgten Loris täglich im Schnitt gut 2300 Menschen, wobei manche Beiträge sogar von über 6000 Leuten gesehen wurden.


«ZIMMERMANN ON TOUR» dankt

Artho Holz- und Elementbau AG, St. Gallenkappel (SG)
Beer Holzbau AG, Ostermundingen (BE)
Hecht Holzbau AG, Sursee (LU)
Hector Egger Holzbau AG, Langenthal (BE)
Holzbautechnik Burch AG, Sarnen (OW)
KA Holzbau AG, Grindelwald (BE)
Kost Holzbau AG, Küssnacht am Rigi (SZ)
Kühni AG, Ramsei (BE)
Pirmin Jung Holzbauingenieure, Rain (LU)
Tschopp Holzbau AG, Hochdorf (LU)
Vögeli Holzbau AG, Kleindöttingen (AG)
Walter Küng AG, Alpnach Dorf (OW)

Dank Smartphone und Tablet, von der Swisscom zur Verfügung gestellt, konnte Loris von überall her jederzeit seiner Funktion als Holzbaureporter nachkommen. Zudem erleichterte ihm ein mobiles Zeiterfassungssystem der Borm-Informatik AG unterwegs die Arbeit.


Mobile Zeiterfassungssystem von BORM-INFORMATIK AG

Das mobile Zeiterfassungssystem der BORM-INFORMATIK AG erleichterte Loris seine Arbeit und war immer ein hilfreicher Begleiter. Die BORM-INFORMATIK AG entwickelt als Leistungspartner Markt flexible Branchensoftware für Schreiner- und Holzbaubetriebe. Alle relevanten Betriebsabläufe können mit unterschiedlichen Profitcenter umgesetzt, überwacht und ausgewertet werden. Tagesaktuelle Kennzahlen stehen auch von unterwegs auf Knopfdruck zur Verfügung um künftige Entscheidungen betriebswirtschaftlich zu tätigen.
Speziell sind sicherlich Schnittstell-Technologien um z.B. NPK-, CAD-, FIBU- oder Kalkulationen mit einer Fremdsoftware auszutauschen und damit alle Daten zentral zu archivieren. www.borm.ch