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06/2017 Tradition neu gebaut

BEWEGEN

Weniger Berufsunfälle

In Holzbaubetrieben ereigneten sich im letzten Jahr 3505 Berufsunfälle. Das sind 160 weniger als 2015. Damit sank das Berufsunfallrisiko auf 215 Unfälle pro 1000 Vollbeschäftigte und die Suva-Basisprämienansätze in der Klasse 41A B0 bleiben dank dieser Verbesserung unverändert.

Weiterhin positiv hat sich in der Holzbaubranche das Fallrisiko, die Anzahl anerkannter Fälle pro 1000 Vollbeschäftigte, entwickelt. Mit der markanten Senkung des Fallrisikos auf 215 Unfälle pro 1000 Vollbeschäftigter in der Unterklasse 41A B0 Holzbau (siehe Grafik) setzte sich der Trend des sinkenden Unfallrisikos fort und konnte gar verstärkt werden. Insgesamt verunfallten 1207 Personen so schwer, dass sie länger als drei Tage nicht arbeiten konnten. Die Suva entschädigte dafür 31 174 Arbeitstage. Doch im Vergleich zu den Schreinereien und den Bauunternehmen weist der Holzbau noch immer ein markant höheres Fallrisiko auf.


Dank der soliden finanziellen Lage der Unterklasse 41A B0 Holzbau mit 1896 Betriebsteilen können im kommenden Jahr die für die Prämienhöhe massgebenden Basissätze unverändert übernommen werden und verbleiben unverändert für das Jahr 2018. Unter Berücksichtigung der betrieblichen Schadenverläufe bedeutet das für 365 Betriebe tiefere Prämien, für 1072 gleichbleibende und für 459 Betriebe höhere Prämien.


Wie schon 2017 zahlt die Suva auch 2018 wieder Ausgleichsreserven an die Versicherten zurück. Die Ausgleichsreserven sollen die Erhöhung des Basisprämiensatzes in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verzögern. Aufgrund der positiven Entwicklung liegt er aktuell in der Klasse 41A über der vorgeschriebenen Mindesthöhe. Deswegen profitieren die Betriebe im kommenden Jahr vom Abbau der Ausgleichsreserven. Dies geschieht in Form einer Reduktion der Prämienzuschläge um 5 Prozent. Der Präventions- sowie der Verwaltungskostenzuschlag bleiben unverändert. Der Teuerungszuschlag für Renten wird auch 2018 nicht erhoben.


Die Situation bei der Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) ist stabil. Während das Fallrisiko und die Anzahl anerkannter Fälle minim rückläufig sind, hat die Zahl neuer Renten 2016 leicht zugenommen. Der Basisprämiensatz bleibt damit für das Jahr 2018 unverändert. Er beträgt weiterhin netto 1,963 Prozent (brutto 2,25 Prozent). Unverändert bleiben auch die Prämienzuschläge. Damit ergibt sich für rund 95 Prozent der Betriebe eine stabile Prämiensituation in der NBUV. Eine individuelle Entwicklung zeigen Betriebe, die erfahrungstarifiert oder nach dem Bonus-Malus-System bewertet sind.


Die Verbesserung der Arbeitssicherheit ist Aufgabe der gesamten Branche. Mit weniger Unfällen erhöht sich die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und es verringert sich das Risiko, dass sie die Branche verlassen. Zudem bedeuten weniger Unfälle für den Betrieb geringere Kosten, weniger Umtriebe und ein besseres Ergebnis. Holzbau Vital, die Branchenlösung für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Holzbauunternehmen, unterstützt die Betriebe aktiv in den Belangen der Arbeitssicherheit. Vergleiche zwischen Betrieben aus dem Versicherungskollektiv Klasse 41A B0 und Betrieben, die sich Holzbau Vital angeschlossen haben, machen deutlich, dass Holzbau-Vital-Betriebe tiefere Fallzahlen und Prämien aufweisen. Investitionen in die Arbeitssicherheit und der Beitritt zu Holzbau Vital lohnen sich offensichtlich. suva.ch, holzbau-vital.ch