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06/2022 Vorteil Hanglage

KURZ & BÜNDIG

Forst will Preiserhöhung

Wie die Forststatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) aufzeigt, erlebte Schweizer Holz im letzten Jahr wieder eine stärkere Nachfrage. Im Vergleich zu 2020 wurden mit knapp 5 Millionen Kubikmetern rund 4 Prozent mehr Holz geerntet. Die Menge an Stammholz (Sägeholz) hat gar um 6 Prozent zugenommen. Auch Energieholz (Holzschnitzel und Stückholz) wurde 2021 vermehrt nachgefragt. Dabei trieben die grosse Anzahl neu installierter Holzheizungen und die verstärkte Nutzung bestehender Wohnraumfeuerungen die Nachfrage an. Zwei Zahlen aus dem forstwirtschaftlichen Testbetriebsnetz des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) geben der Waldwirtschaft jedoch weiterhin Anlass zur Sorge: So wurde 2021 schweizweit durchschnittlich ein Verlust von 8 Franken pro Kubikmeter Holz erwirtschaftet. Pro Hektar betrug der Verlust 33 Franken. Die aktuell hohe Inflation und die steigenden Treibstoffpreise verschärfen die angespannte Situation zusätzlich. WaldSchweiz fordert deshalb, dass die Preise für Schweizer Holz noch weiter erhöht werden. «Besonders besorgniserregend für die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer ist, dass diese Zahlen seit dem Beginn der Erhebung im Jahr 2008 durchwegs negativ sind», sagt Ständerat Daniel Fässler, Präsident von WaldSchweiz. «Der Negativtrend wurde zwar erfreulicherweise gestoppt, die Bewirtschaftung des Schweizer Waldes bleibt jedoch defizitär. Weitere Preiserhöhungen sind daher zwingend.» Die unsichere Versorgungslage mit Erdgas und die gestiegenen Preise für Heizöl sorgen für eine steigende Nachfrage nach Energieholz. Gleichzeitig kommt es aufgrund des Kriegs in der Ukraine zu einer Verknappung des Importangebots an Schnittholz und Holzbaustoffen. Wie sich der Holzpreis entwickelt, ist aufgrund der vielen wirtschaftlichen und geopolitischen Faktoren unsicher. «Damit in der Schweiz genügend Rohholz zur Verfügung steht, muss die schweizerische Wertschöpfungskette gestärkt werden. Können mit der Holzernte wieder Gewinne erzielt werden, wird dieses Ziel erreicht», so Fässler.
waldschweiz.ch