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07/2019 Zukunft im Holzbau

SPÄNE

Himmelwärts

Wenn ein historisches Gebäude eine zeitgemässe Erschliessung braucht und betagte Bewohner einen Zugang mit Rollator und Rollstuhl, dann sind auch mal unkonventionelle Ideen gefragt. Andreas Rudin vom Architekturbüro Abovo aus Rheinfelden (AG) überzeugte die Genossenschaft Aurora als Bauherrschaft mit einem opaken Liftturm. Das hinter den Lichtwellplatten sichtbare Fachwerk nimmt die Holzriegelkonstruktion des viergeschossigen Gebäudes auf der Grenze von Arlesheim (BL) und Dornach (SO) auf. Speziell am Projekt: Nicht nur die Denkmalbehörde musste eingebunden werden, sondern auch die Kantone Basel-Landschaft und Solothurn, da das Bestandsgebäude mit den Seniorenwohnungen die Kantonsgrenze überschreitet. Planung, Ingenieurleistung, Umsetzung und Bauleitung des Holzbauprojekts übernahm die Holzbau Graf AG aus Maisprach (BL). In nur sechs Wochen – von Mai bis Juli dieses Jahres – wurde der Liftturm fertiggestellt. Nach zunächst drei Wochen in der Vorfertigung folgten für die bis zu vier Zimmerleute und Bauleiter Daniel Meier eine Woche für die Aufrichte und zwei weitere Wochen für den Ausbau. Die Fachwerkkonstruktion aus Fichten-/Tannenholz mit Pfostenfüssen aus Stahl steht auf einem Betonfundament (4 × 4,5 m) und ist mit dem Haupthaus über drei Verbindungsstege aus Lärchenböden verbunden. Die Wandscheiben des Liftschachts sind zwecks Brandschutz einseitig mit OSB- (25 mm) und Fermacellplatten (15 mm) beplankt und die Lifteingänge mit Vollkernplatten (6 mm) verkleidet. Für die ungedämmten Aussenwände kamen Scobalit-Lichtwellplatten zum Einsatz, die den Treppenturm nachts zu einem Leuchtturm machen. ovotektur.ch, grafholz.ch