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05-20

KURZ & BÜNDIG

Lockdown: Markant weniger Berufsunfälle

Für das Jahr 2019 weist die Suva ein positives Betriebsergebnis von 57,5 Millionen Franken aus. Die Suva ist weiterhin solide finanziert und hat genügend Eigenmittel, um die heute absehbaren finanziellen Belastungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der aktuellen Börsenlage zu verkraften. Alle gesetzlichen Ansprüche der Versicherten sind gedeckt. Im Jahr 2019 konnten die Prämienzahlenden von einer ausserordentlichen Erstattung überschüssiger Anlageerträge in Höhe von 532 Millionen Franken profitieren. In der Berufsunfallversicherung findet 2020 eine weitere Rückerstattung in Form tieferer Prämien in Höhe von rund 180 Millionen Franken statt. Leider erlaubt die angespannte Lage an den Kapitalmärkten für die kommenden Jahre keine weiteren ausserordentlichen Prämiensenkungen mehr. Obwohl die Nettoprämien 2021 stabil bleiben, werden daher die fakturierten Bruttoprämien in der Berufsunfallversicherung für viele versicherte Betriebe wieder auf das Niveau von 2018 steigen, während sie in der Nichtberufsunfallversicherung im Durchschnitt unverändert bleiben. Aufgrund der hohen wirtschaftlichen Belastung der versicherten Betriebe durch die Coronavirus-Pandemie entlastet die Suva diese weitmöglichst administrativ und finanziell. Zahlungsfristen wurden bis mindestens Ende Juni verlängert. Zudem wurden keine Mahnungen und Betreibungen versendet. Die Zahl der Berufsunfälle ist infolge des Lockdowns markant zurückgegangen. Deshalb ist geplant, die Prämien in der Berufsunfallversicherung dem gesunkenen Risiko entsprechend anzupassen. Aktuell prüft die Suva zusammen mit dem Schweizerischen Versicherungsverband SVV und den übrigen Unfallversicherern, wie diese geplante Prämienanpassung in der Berufsunfallversicherung am besten umgesetzt werden kann. Mit den vom Bund im Rahmen der Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus übertragenen Betriebskontrollen auf Baustellen sowie in Industrie und Gewerbe leistet die Suva einen aktiven Beitrag zur Bekämpfung einer Ausbreitung des Coronavirus. In enger Zusammenarbeit mit den Betrieben sucht die Versicherung nach Lösungen und unterstützt sie dabei, die Schutzmassnahmen des Bundes umzusetzen. Für Arbeitnehmende im Bereich Bau sowie in den Bereichen Gewerbe und Industrie betreibt die Suva je eine Hotline für Fragen zum Schutz der Arbeitnehmenden vor dem Coronavirus. Felix Weber, Vorsitzender der Geschäftsleitung, kommentiert: «Mit einem positiven Betriebsergebnis 2019, soliden Rückstellungen und Eigenmitteln sind wir gut auf die finanziellen Belastungen durch die Coronavirus-Pandemie aufgestellt. Wir sind uns bewusst, dass aufgrund der Coronavirus-bedingten Einbrüche der Umsätze ein Teil unserer versicherten Betriebe um ihr Überleben kämpft. Wir setzen deshalb alles daran, sie weitmöglichst administrativ und finanziell zu entlasten.» suva.ch