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06/2021

MARKTPLATZ

Suva kündigt historisch tiefe Prämien für 2022 an

Im Coronajahr 2020 sind weniger Unfälle passiert. In vielen Branchen führte dies zu tieferen Kosten. Darüber hinaus hat die Suva im vergangenen Jahr erfreuliche Anlageerträge erzielt. Die Bruttoprämien der Zimmereibetriebe sinken sowohl in der Berufs- als auch in der Nichtberufsunfallversicherung.

Aufgrund der Coronapandemie ereigneten sich im vergangenen Jahr in vielen Branchen weniger Unfälle. Zwar stiegen die durchschnittlichen Kosten pro Fall leicht an, aber insgesamt resultiert ein deutlicher Überschuss in der versicherungstechnischen Rechnung. Da Überschüsse der Suva den versicherten Betrieben direkt zugutekommen, profitieren 2022 viele Kunden von tieferen Prämien.
Die Art der Erstattung dieser Überschüsse ist durch die gesetzlichen Grundlagen bestimmt: Sie erfolgt durch einen Abzug auf den Prämien für das Jahr 2022. Die Höhe des Abzuges, der sich im Zusammenhang mit den Covid-19-Überschüssen ergeben hat, wird in Prozent der Nettoprämien bestimmt. Diese Prozentsätze werden für jede Klasse der Berufs- und der Nichtberufsunfallversicherung in Abhängigkeit ihrer Betroffenheit individuell festgelegt. Innerhalb einer Klasse ist der Prozentsatz für alle versicherten Betriebe gleich. Die Erstattungen betragen für die Zimmereibetriebe in der Berufsunfallversicherung (BUV) und auch in der Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) jeweils acht Prozent der Nettoprämie 2022. Darüber hinaus hat die Suva trotz Krise erfreuliche Anlageerträge erzielt. Dadurch kann sie, wie in früheren Jahren, eine ausserordentliche Prämienreduktion gewähren. Die Höhe der Erstattung beträgt 15 Prozent der Nettoprämien 2022 und ist für alle Klassen der BUV und NBUV gleich. Insgesamt entlastet die Suva ihre versicherten Betriebe per 2022 um 779 Millionen Franken.


Prämiensätze für den Holzbau

Für die Prämiensätze in der Berufsunfallversicherung (BUV), Klasse 41A B0 Holzbau/Zimmerei, bleibt der Nettobasissatz für 2022 gegenüber dem Vorjahr unverändert. In der Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) steigt der durchschnittliche Risikosatz aufgrund der Fallzahlen bei den Neurenten und des gesenkten technischen Zinses für 2022 an. Der Nettobasissatz bleibt aber vorerst unverändert. Dank der Erstattung der Covid-19-Überschüsse sowie der Überschüsse aufgrund guter Anlageerträge sinken die Bruttoprämien im Vergleich zum Vorjahr sowohl in der BUV als auch in der NBUV um 23 Prozent. Die Prämiensätze der einzelnen Betriebe können wegen des individuellen Risikoverlaufs von den Basissätzen abweichen. suva.ch