Zimmerleute sowie Holzbearbeiterinnen und Holzbearbeiter feiern ihren erfolgreichen Lehrabschluss

Am Donnerstag, 2. Juli 2026, feierten die Zimmerleute EFZ sowie die Holzbearbeiterinnen und Holzbearbeiter EBA ihren erfolgreichen Lehrabschluss. Im Begegnungszentrum in Schenkon nahmen 71 Zimmerleute EFZ sowie 7 Absolventinnen und Absolventen der zweijährigen EBA-Ausbildung ihre Fähigkeitszeugnisse und Berufsatteste entgegen. Organisiert wurde die QV-Feier von den Sektionen Luzern-Land sowie Luzern und Umgebung von Holzbau Schweiz. Durch den Abend führte Chefexperte Andreas Andermatt, musikalisch begleitet von der Fassbrass-Band.

 

Ein Abschluss mit viel Holzbau-DNA

In seiner Begrüssung hiess Andreas Andermatt die jungen Berufsleute, ihre Eltern, Berufsbildnerinnen und Berufsbildner, Lehrpersonen, Kursleiter, Experten und Gäste willkommen. Als Chefexperte der Kantone Luzern, Obwalden und Nidwalden blickte er auf die intensive Ausbildungszeit zurück und nahm die Anwesenden mit auf eine bildhafte Reise durch die «Holzbauer-DNA».

Diese besondere DNA, so Andermatt, setze sich aus vielen Teilen zusammen: aus dem Rucksack, den Eltern und Umfeld mitgeben, aus der Schulbildung, aus der Erfahrung im Lehrbetrieb, aus der Berufsfachschule, den überbetrieblichen Kursen und schliesslich aus dem Qualifikationsverfahren. Nicht alles bleibe vollständig hängen, nicht jede Stärke sei gleich verteilt. Doch genau das mache gute Berufsleute aus: eigene Stärken nutzen, Lücken mit Wissen, Weiterbildung und Teamarbeit ergänzen und Schritt für Schritt zu einer tragfähigen Einheit werden.

 

Vom einzelnen Bauteil zum starken Team

Auch das Team stand im Zentrum der Feier. Andermatt zeigte auf, dass Zimmerleute und Holzbearbeitende keine Einzelkämpfer sind. Jede Person bringe ihre eigenen Ecken, Kanten und Stärken mit. Die eine sorgt für Stabilität, die andere bringt eine neue Sichtweise ein, wieder eine andere hält das Ganze zusammen. Wie bei einem guten Holzbau entsteht erst durch das Zusammenspiel ein harmonisches Gebilde. Oder, wie es an diesem Abend sinnbildlich deutlich wurde: Ein perfektes Team braucht verschiedene Bauteile und manchmal auch eine Wasserwaage, die alles ins Lot bringt.

 

Einblick in sieben intensive Prüfungstage

Einen besonderen Einblick gab der Chefexperte auch in die praktische Prüfung. Vor dem Start herrsche jeweils noch die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm: Material und Werkzeug seien sauber vorbereitet, die Arbeitsvorbereitung bilde das A und O. Danach folgen Einlesen, Arbeitssicherheitsprüfung, Gerüst, Werkstücke, Rapporte, Maschinenprüfung und die Korrekturen durch die Expertinnen und Experten.

 

Der Aufwand hinter dem Qualifikationsverfahren ist beachtlich: Für die 71 EFZ-Kandidatinnen und -Kandidaten wurden pro Person rund 160 Kilogramm Bauholz und Platten verarbeitet – zusammen rund 11,4 Tonnen. Dazu kamen 7 EBA-Kandidatinnen und -Kandidaten mit je rund 85 Kilogramm Material, insgesamt nochmals rund 600 Kilogramm. In den sieben Tagen der praktischen Arbeit wurden damit rund 12 Tonnen Material verarbeitet.

 

Grusswort und Ehrungen

Das Grusswort an die Absolventinnen und Absolventen überbrachte Dominik Geiser, Präsident der Sektion Luzern und Umgebung. Gemeinsam mit den Klassenlehrpersonen und Experten wurden anschliessend die Berufsatteste und Fähigkeitszeugnisse übergeben. Der Höhepunkt der Feier waren die Ehrungen der Kandidatinnen und Kandidaten mit besonderen Leistungen und Ehrenmeldungen. Der grosse Applaus zeigte, wie sehr sich die jungen Berufsleute diesen Moment verdient hatten.

 

Ein Beruf mit Zukunft

Zum Schluss wünschte Andreas Andermatt den neuen Berufskolleginnen und Berufskollegen viel Freude beim Ausüben ihres Berufs und eine gute Zukunft. Sein Rat: die eigenen Stärken nutzen, Schwächen mit neuen Bauteilen ergänzen und den Austausch mit anderen Berufsleuten suchen. Denn genau daraus entsteht das, was den Holzbau ausmacht: Können, Haltung, Teamgeist und Freude an einem der schönsten Berufe der Welt.

 

Nach dem offiziellen Teil klang der Abend beim Apéro gemütlich aus. Bei Musik, Gesprächen und vielen Gratulationen wurde gefeiert, was die Absolventinnen und Absolventen in den vergangenen Jahren geleistet haben und was nun vor ihnen liegt.