Handwerk in der Denkmalpflege

Schützenswertes beschützen

Historisch wertvolle Baudenkmäler können nur erhalten und erneuert werden, wenn es Handwerker und Handwerkerinnen gibt. Sie kennen die früher verwendeten Materialien und Verfahren und wenden diese unter Berücksichtigung heutiger Vorschriften und Gewohnheiten an.

Handwerkerinnen / Handwerker in der Denkmalpflege (eidgenössische Berufsprüfung) sind auf ihrem Beruf spezialisierte Fachkräfte mit vertieftem Wissen über Altbausubstanz. Sie führen ihr Handwerk am historischen Bestand materialkompatibel aus. Sie helfen mit, Lösungen zu finden, die für Bauherrschaft und Denkmalpflege akzeptabel sind und setzen sich für eine Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Handwerkern ein.

Voraussetzungen

Zur Abschlussprüfung zugelassen sind Zimmermänner und Zimmerinnen EFZ mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung, wovon mindestens ein Jahr im Bereich historisch wertvoller Objekte.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Berufsleute, die den eidg. Fachausweis «Handwerker/innen in der Denkmalpflege» erworben haben, verfügen über die notwendigen Qualifikationen zur Arbeit an historisch wertvollen Bauten. Im Sommer 2014 beginnt der zweite Lehrgang für die Bereiche Holzbau, Schreinerei, Stuck und Putz, Malerei, Maurerei, Steinbildhauer/Steinmetze, Naturstein/Pflästerungen, Gartenbau, Spenglerei, die jeweils mit Fachrichtungen abgeschlossen werden.

Zielgruppe

Der eidgenössisch anerkannte Abschluss Handwerker/in in der Denkmalpflege FA richtet sich an engagierte Berufsleute aus verschiedenen Bauberufen und mit Interesse an historisch bedeutenden Objekten. Mit dieser zusätzlichen Qualifikation können sie ihr fachliches Wissen in einem attraktiven Tätigkeitsbereich erweitern und spannende Aufträge ausführen.

Abschluss

Wer die Berufsprüfung besteht, erlangt den Titel «Handwerker/in in der Denkmalpflege mit eidgenössischem Fachausweis».

Als spezialisierte Fachleute in einem handwerklichen Betrieb oder als selbständige Unternehmerinnen und Unternehmer haben die Absolventen ausgezeichnete berufliche Perspektiven. Denn Firmen mit entsprechend ausgebildeten Mitarbeitenden haben klare Wettbewerbsvorteile.

Mit Hilfe dieses Lehrgangs können die Teilnehmenden in ihrer Fachrichtung:

  • historische Bauwerke fachgerecht untersuchen und einordnen.
  • stilgerechte Lösungen planen und sich mit anderen Fachleuten absprechen.
  • anspruchsvolle Arbeiten mit traditionellen Techniken, Werkzeugen und Materialen an Bauten ausführen und dokumentieren.

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